Container für 200 Flüchtlinge

In der Regierungsaufnahmestelle im Camp Pitman organisiert Eugen Schmidt (links) die Unterbringung von 110 Flüchtlingen. Baudirektor Peter Thumann (rechts) und Projektleiter Gerd Demleitner treffen die Vorbereitungen für den Bau weiterer 200 Wohnplätze in Modulbauweise. Bild: Hartl

Wohin mit den Asylbewerbern? "Der Druck ist riesig", gesteht Baudirektor Peter Thumann. Er muss möglichst schnell Wohnraum schaffen - im Camp Pitman. Schon im Herbst soll er 200 Plätze bereitstellen. Wie? In drei Häusern, die in Modulbauweise entstehen - für 4, 8 Millionen Euro.

Über 110 Flüchtlinge aus 16 Nationen, darunter nur sechs Familien, betreut Heimleiter Eugen Schmidt bereits im Camp Pitman. In wenigen Monaten sollen 200 weitere Asylbewerber in Weiden Aufnahme finden. Das Staatliche Bauamt Amberg steht unter enormen Zeitdruck, greift deshalb auf eine Modulbauweise zurück.

Container-Häuser hätten sich längst bewährt, unterstreicht Projektbetreuer Dipl-Ing. Gerd Demleitner. Ein Trakt des Klinikums bestehe aus Containern - "und kein Patient hat es je bemerkt".

Der Bedarf an schnell zu errichteten Büro- oder Wohnraum stieg in den letzten Jahren gewaltig. Die Preise schossen durch die Decke. Als Bauherr hielt das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration an den Plänen, das wiederum von der Regierung der Oberpfalz und dem Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach vertreten wird, konnte an den Plänen festhalten und die Aufträge vergeben.

Die Firma Hartinger aus Tännesberg ist bereits dabei, das Baufeld frei zu machen. Die drei Wohngebäude errichtet die Firma KB-Container aus Schlüsselfeld für 3,9 Millionen Euro. Für Erschließung, Ergänzung des Außenbereichs, Erweiterung des Spielplatzes sind rund 900 000 Euro eingeplant.

Zwei Gebäude mit jeweils 60 Wohnplätzen entstehen zwischen Kasernen- und der ehemaligen Panzerstraße gegenüber der "Pforte". Das dritte Haus mit 80 Wohnplätzen wird östlich der ehemaligen Küche entlang der Stettiner Straße errichtet. Zwei Bewohner teilen sich, so sehen es die Vorgaben vor, jeweils einen der knapp 16 Quadratmeter großen Module. Ebenfalls auf dem Bauplan der jeweils zweigeschossigen Gebäude stehen Gemeinschaftsküchen (auf jedem Stockwerk), Sanitär- und Nebenräume. Vier Wohnräume sind barrierefrei gestaltet. Die Satteldächer werden mit Solaranlagen für die Brauchwasser belegt.

Im August kommen die Module. "Innerhalb einer Woche steht der Rohbau", hofft Demleitner. Für den Innenausbau sind nur wenige Wochen vorgesehen. Im Herbst sollen die ersten der 200 Asylbewerber einziehen können.
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