CSU-Nachwuchs für mehr Energieproduktion vor Ort - Stromspeicherung nicht aus den Augen ...
Lieber Windrad als Monster-Stromtrasse

Mehr Windkraftnutzung sahen Mitglieder der Jungen Union (JU) Amberg-Sulzbach als Ausweg aus dem Energie-Dilemma, nachdem sie den Windpark Illschwang besichtigt hatten.

Sebastian Söhnlein, Ortsvorsitzender der JU Illschwang-Birgland, meinte laut Presseinfo, ein Windrad sei ihm "grundsätzlich lieber als eine Monster-Stromtrasse quer durch Bayern". Es sei nicht in Ordnung, wenn man ländliche Regionen zwischen Autobahnen und Stromtrassen einenge. Mehr regionale Stromerzeugung sei hier die Lösung. Der stellvertretende JU-Bezirksvorsitzende Henner Wasmuth (Illschwang) unterstrich das: "Bevor über einen Ausbau des Ostbayernrings oder gänzlich neue Trassen nachgedacht werden darf, sollte man die Energieproduktion vor Ort fördern." Windparks lieferten einen wichtigen Beitrag dazu. "Ferner müssen die Speicherkapazitäten für Windstrom ausgebaut werden, auch Pumpspeicherkraftwerke dürfen dabei kein Tabu sein."

Organisiert hatte die Besichtigung unter anderem Jochen Schötz (Illschwang), "weil in der Bevölkerung immer noch viel über die Errichtung und den Betrieb solcher Anlagen diskutiert wird". Über die technischen Details informierte Roland Fürst von der Firma Jura Energy, die den Windpark gebaut hat. Er besteht aus fünf Anlagen des Typs Nordex N117. Der errechnete Ertrag liegt bei 36 Millionen Kilowattstunden pro Jahr. Diese Leistung reicht laut Fürst für 10 000 Mehrpersonenhaushalte.

Die Anlagen können bei Windgeschwindigkeiten zwischen 3 und 20 Metern pro Sekunde Strom produzieren. Die Rotoren haben einen Durchmesser von 116,8 Metern. Die von ihnen abgedeckte Fläche entspricht also etwa 2,5 Fußballfeldern. Die kleinste Anlage im Windpark hat eine Höhe von 120 Metern. Die anderen vier Türme sind 20 Meter höher.

Der gewonnene Strom wird in Lauterhofen in das Netz der Bayernwerk AG eingespeist. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 25 Millionen Euro. An dem Windpark sind neben einigen größeren Aktionären auch die Gemeinde Illschwang und etliche Bürger beteiligt.
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