Die etwas andere Mittagspause: Klinikpersonal demonstriert gegen Personalabbau

Die etwas andere Mittagspause: Klinikpersonal demonstriert gegen Personalabbau (blu) 450 Angestellte stehen am späten Dienstagvormittag vor dem Krankenhaustor, schwenken Fahnen und blasen lautstark in Trillerpfeifen. Jeder der Demonstranten zeigt eine Zahl, die die 162 000 fehlenden Stellen in Deutschlands Krankenhäusern symbolisieren soll. Wie 135 Kliniken in Bayern und 1300 Häuser deutschlandweit protestieren sie in ihrer Mittagspause gegen den Personalmangel. Ein neuer Gesetzentwurf ist Auslöser für
450 Angestellte stehen am späten Dienstagvormittag vor dem Krankenhaustor, schwenken Fahnen und blasen lautstark in Trillerpfeifen. Jeder der Demonstranten zeigt eine Zahl, die die 162 000 fehlenden Stellen in Deutschlands Krankenhäusern symbolisieren soll. Wie 135 Kliniken in Bayern und 1300 Häuser deutschlandweit protestieren sie in ihrer Mittagspause gegen den Personalmangel. Ein neuer Gesetzentwurf ist Auslöser für die größte Protestaktion im Gesundheitswesen. Auch der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, Josef Götz, demonstriert mit. Zwar würde der Klinikverbund durch das neue Gesetz einen Zuschlag von 750 000 Euro bekommen, doch 1,25 Millionen Euro würden ihm an anderen Stellen entzogen, erklärt er. Bei einem Minus von 500 000 Euro müssten Stellen abgebaut werden. Für eine Krankenschwester auf der Kinderintensivstation im Klinikum Weiden wäre das ein Eklat. Besonders die Mütter der kranken Kinder, die auf ihrer Station lägen, bekämen jetzt schon zu wenig Betreuung. Auch die ambulante Notversorgung in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz sei mit 1,4 Millionen Euro unterfinanziert, rechnet Götz vor. Ein junger Assistenzarzt bekommt das in der Zentralen Notaufnahme zu spüren. Seine Arbeit, die schnell gehen müsse, dauere einfach manchmal zu lange. "Da ist dann zum Beispiel zu wenig Personal zum Röntgen da", berichtet der 28-Jährige. Unzufriedenheit sowohl der Ärzte als auch der Patienten sei die Folge. Das Krankenhauspersonal fordert das Ende des "Bürokratiewahns" und bessere Qualitätsstandards, die sich am Patientenwohl ausrichten (Seite 5) . Bild: Hartl
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