Enkel des Gründers steigt ein

Der Name verpflichtet: Hermann Lex, Enkel des Firmengründers Eduard Lex, steigt als geschäftsführender Gesellschafter bei der Krapf & Lex GmbH ein. Das Unternehmen war schon lange nicht mehr im Familienbesitz. Vor sechs Jahren hat es schließlich Michael Werth übernommen, der Anfang Dezember Insolvenz anmelden musste.

In den vergangenen Wochen ging es Schlag auf Schlag. "Das war wirklich eine knackige Geschichte", gesteht Rechtsanwalt Florian Schott, der inzwischen vom Amtsgericht Weiden als Insolvenzverwalter eingesetzt ist. Die Lösung fand sich mit der Neugründung schneller als erhofft. "Jetzt kann wieder gearbeitet werden. Routineaufträge sind da. Aber wir brauchen das Projektgeschäft", betont Schott. Projekt-Aufträge an insolvente Betriebe gebe es nicht. "Darum diese ,übertragene Sanierung'. Wir haben nun sehr schnell den Betrieb aus dem Insolvenzverfahren gebracht", freut sich der Weidener Rechtsanwalt.

Vorbesitzer Dipl.-Ing. Michael Werth, der sich auf das Gebiet der erneuerbaren Energien gewagt und damit Schiffbruch erlitten hatte, verließ mit den Weihnachtsferien das 1949 von Ernst Krapf und Eduard Lex gegründete Unternehmen. Es gelang Schott, mit Hermann Lex die Weichen für die Fortführung des Betriebs zu stellen. Dieser geht nun als Krapf & Lex Maschinenbau GmbH in die Zukunft. Die GmbH pachtet (wie das Vorgängerunternehmen) die Fertigungshallen und das Bürogebäude in der Pressather Straße von der Familie Lex an.

Diplom-Wirtschaftsingenieur (FH) Hermann Lex (38 Jahre alt) wird von Markus Marschner (39) aus Pfreimd als weiteren Geschäftsführer unterstützt. Marschner war bereits als Buchhalter im Unternehmen tätig. Das Stammkapital liegt bei 25 000 Euro. Einzelprokura ist Dominik Strähl (27) aus Schnaittenbach erteilt. Der Gesellschaftsvertrag datiert vom 13. Januar. "Die Zeit drängte. Für einen Teil der 29 Mitarbeiter waren die Löhne durch das Insolvenzausfallgeld nur noch bis Ende Januar gesichert", berichtet Schott.

Klassischer Maschinenbau

Das 65 Jahre alte Unternehmen konzentriert sich wieder auf die historisch erfolgreichen Geschäftszweige. Das Engagement in alternative Energien, das in den vergangenen Jahren viel Geld kostete und hohe Verluste einfuhr, wird gestrichen.

Krapf & Lex stehe damit auch wieder für den "klassischen" Maschinen- und Anlagenbau, so Hermann Lex. Dieser umfasse Strahl- und Lüftungsanlagen, Sondermaschinen, die Metallverarbeitung (Lohnfertigung und Rohrleitungsbau) und den Stahlbau. Ebenfalls seit 1. Februar 2015 stehe Krapf & Lex für Planungs- und Konstruktionsleistungen, für Lohnstrahl- und Lackierarbeiten, für die Industrieelektroinstallation. Zudem will die Firma Planungs- und Programmierungsleistungen im Automatisierungs- und IT-Bereich (Industrial IT) erbringen, den Ersatzteilhandel sowie damit zusammenhängende Dienstleistungen anbieten.
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