Eröffnung der Messe Jobaktiv
Tschechien setzt auf Zusammenarbeit

Tschechische und deutsche Ehrengäste Seite an Seite: Bei der Eröffnungsfeier der Jobaktiv sprachen unter anderem der stellvertetende Leiter der BA-Regionaldirektion Bayern, Klaus Beier (vordere Reihe, Dritter von links) und die beiden stellvertretenden Minister aus Tschechien, JUDr. Jiri Vanásek vom Ministerium für Arbeit und Soziales und Ing. Eduard Murický vom Ministerium für Industrie und Handel (hinten, Zweiter und Vierter von links). Bild: sbü

Die Digitalisierung ist ein grenzüberschreitendes Thema. Tschechiens Politik will dabei eng mit Deutschland zusammenarbeiten.

(sbü) Politik und Arbeitsverwaltung in Deutschland und in Tschechien wollen bei der Gestaltung der Arbeitswelt im Zeitalter von Industrie 4.0 eng zusammenarbeiten. Dies versicherten fast alle Teilnehmer der offiziellen Eröffnungsfeier der grenzüberschreitenden Jobaktiv-Messe. Der Vizeminister des tschechischen Ministeriums für Arbeit und Sozialordnung, JUDr. Jiri Vanásek, schloss dabei ausdrücklich auch Österreich mit ein. Zum Thema Arbeitsplatzabbau sagte er: "Ich befürchte, dass bei der Digitalisierung der Arbeitswelt zwar Arbeitsplätze verloren gehen, bin aber überzeugt, dass es auch viele neue geben wird."

Zwei Vize-Minister


Als weiterer stellvertretender Minister nahm an der Eröffnungsfeier Ing. Eduard Murický vom tschechischen Ministerium für Industrie und Handel teil. "Gemeinsam werden wir die 4. Industrielle Revolution erfolgreich bewältigen", stellte Murický fest. Er kündigte auch an, verschiedene Elemente der dualen Ausbildung "in Tschechien zu implantieren". Generell sieht er auch die Notwendigkeit von neuen Studiengängen und von mehr Ausbildung in technischen Berufen.

Als führender Vertreter der deutschen Arbeitsverwaltung begrüßte Klaus Beier, Vize-Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern die Gäste. "Die Arbeitswelt ist in Bewegung, schneller als je zuvor." Tradierte Muster der Arbeit seien in Auflösung begriffen, sowohl zeitlich als auch räumlich. Auch die Bildungswege würden sich neu definieren, stellte Beier fest. "Für alle Altersgruppen gilt, dass digitale Kompetenzen in den Vordergrund treten." Beier sieht dies als "neue Kulturtechnik für uns alle".

Für die Stadt Weiden und als Bezirkstagsvizepräsident nahm Lothar Höher an der Eröffnungsfeier teil. Er lobte die Jobaktiv-Messe als "genau richtig": "Wir müssen die Menschen in die neue Zeit mitnehmen." Für den stellvertretenden Landrat des Landkreises Tirschenreuth, Dr. Alfred Scheidler, sind "wir bereits mitten in der Arbeitswelt 4.0". Der im Foyer der Max-Reger-Halle ausgestellte Tesla sei dafür ein Symbol.

Als Vertreter des Handwerks sprach Hans Schmidt, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Niederbayern Oberpfalz, vom Handwerk 4.0. Schmidt kündigte die Einrichtung eines Kompetenzzentrums des Handwerks für Digitalisierung im HWK-Bildungszentrum Schwandorf an. Unter den Ehrengästen der Messeeröffnung waren auch Jan Karmazín, Leiter der Generaldirektion der tschechischen Arbeitsämter, Zdenek Mužik, der stellvertretende Vorsitzende der Regionalen Wirtschaftskammer Pilsen, Eva Herikowá, stellvertretende Oberbürgermeisterin von Pilsen sowie Ondrey Richter vom Wirtschaftsreferat der Deutschen Botschaft in Prag.

Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger dankte dem Direktor des Arbeitsamtes Pilsen, Zdenék Novotný, für die gemeinsame Organisation der Jobaktiv-Messe.
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