Erste Sicherheitsfirma in Weiden eröffnet: In kürzester Zeit 100 neue Arbeitsplätze geschaffen ...
Wachdienst mit Integrationsaufgabe

Bei der Firmenvorstellung des neuen Wach- und Sicherheitsdienstes "Weiden-Sec" wünschte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß gute Geschäfte. Von links: Betriebsleiter Serkan Dogdu, Geschäftsführer Izzet Bayik, OB Seggewiß sowie die Vermieter Wolfgang und Rosa Würschinger. Bild: Götz

Die Idee für die Firma kam ihnen bei einer Grillfeier. Izzet Bayik wollte sich beruflich neu orientieren. Sein Neffe Serkan Dogdu arbeitete bei einer Sicherheitsfirma in Regenstauf. Er erzählte Bayik von der hohen Nachfrage in dieser Branche. "So bin ich im Sommer durch Zufall im Bewachungsgewerbe gelandet", sagt Bayik. Als Standort für den neuen Wach- und Sicherheitsdienst wählten sie ihre Heimatstadt Weiden. Weil es dort noch kein vergleichbares Unternehmen gab.

Viel Arbeit bei Gründung


Von Anfang an war "Weiden-Sec" eine Sache der Familie. Die Ehefrauen von Dogdu und Bayik und viele Verwandte packten mit an. "Erst waren wir nur vier oder fünf Leute", sagt Dogdu, der in der Firma Betriebsleiter geworden ist. Sowohl Serkan Dogdu als auch Izzet Bayik mussten sich während der Firmengründung für die Betriebserlaubnis noch bei der IHK fortbilden. Gleichzeitig kamen schon die ersten Aufträge herein. "Wir sind jetzt zwei Monate im Geschäft", sagt Dogdu. "Wir haben sofort Aufträge bekommen. In zwei oder drei Wochen sind wir auf 80 Mitarbeiter angewachsen. Das war eine harte Zeit. Ist es eigentlich jetzt noch." - Das sagt auch Izzet Bayik, der Geschäftsführer wurde. "In kürzester Zeit musste ich mich einarbeiten, in kürzester Zeit mussten sich auch unsere Mitarbeiter einarbeiten und in kürzester Zeit mussten wir alle unsere Fortbildungen machen. Da gab es Sondertermine bei der IHK!"

Sprache als Vorteil


Bayik ist froh über die Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur in Weiden. Diese habe sehr schnell viele Bewerber vermittelt. "Wir brauchen insgesamt bestimmt über hundert Mitarbeiter. Wenn dann die Bierzeltsaison losgeht, brauchen wir noch einmal zusätzliches Personal", sagt Dogdu. "Wir tun auch was für die Integration. Wir stellen Leute ein, die selbst Flüchtlinge oder Einwanderer waren." Serkan Dogdu beginnt aufzuzählen: "Pakistani, Tunesier, Kurden, Russen, Türken und natürlich auch viele Deutsche." 13 Nationalitäten beschäftigt die Firma. Die Kulturelle Vielfalt des Personals ist dabei ein Wettbewerbsvorteil in der Branche. Größter "Arbeitsbeschaffer" ist derzeit die Betreuung der Flüchtlinge. Das werde sich die nächsten Monate noch einmal steigern, sagt Dogdu. Die Mitarbeiter leisten dabei wertvolle Arbeit als Übersetzer.

Glück gewünscht


Im Würschinger Gebäude am Brandweiher hat "Weiden-Sec" seinen Sitz. Zur offiziellen Firmenvorstellung war auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß gekommen. "Weiden-Sec" sei das dritte Unternehmen, dass den Namen Weiden in der Bezeichnung führe. Die anderen beiden seien "Witt Weiden" und "Seltmann Weiden". Es sei immer schön, wenn es eine neue Firmengründung gebe. Qualität und Mehrsprachigkeit werde überzeugen. Die Branche habe, leider, Zukunft. Dem Unternehmen wünschte er alles Gute.
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