Europaberufsschule regaiert auf große Nachfrage und bildet Dolmetscher für Deutsch und Arabisch ...
Bewerber für neue Ausbildung gesucht

Noch sind Plätze frei, man kann sich bewerben.

Übersetzer für Flüchtlinge werden dringend gebraucht. Wenn es um amtliche Dokumente und Erklärungen geht, muss ein staatlich geprüfter Dolmetscher vorhanden sein. Daran mangelt es bayernweit. Die Europaberufsschule hat als erstes die Initiative ergriffen. Denn hier werden ab sofort Dolmetscher für Deutsch und Arabisch ausgebildet (wir berichteten).

Dafür wird an der Fachakademie für Übersetzen und Dolmetschen der Europaberufsschule, beginnend mit dem 22. Februar, zunächst eine sogenannte Integrationsdolmetscher-Vorklasse eingerichtet. Bis zu 20 Schüler sollen in einer in der Regel insgesamt dreieinhalbjährigen Ausbildung das Diplom "Staatlich geprüfter Dolmetscher/-in für Deutsch und Arabisch" erwerben.

"Noch sind Plätze frei, man kann sich bewerben", sagt Berufsschulleiter Josef Weilhammer. Gesucht werden vorwiegend Menschen mit Migrationshintergrund, aber auch Deutsche, mit guten arabischen Sprachkenntnissen. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 16 Jahren, ein Schulabschluss auf dem Niveau der Mittleren Reife und Deutschkenntnisse der Stufe B1 oder B2. Die Schüler sollen eine mehrstufige Ausbildung an den Fremdsprachenschulen erhalten. Soweit sie bereits Dolmetscherdienste leisten, ist vorgesehen, dass sie dies auch während der Ausbildung praktizieren können. Dringend benötigt werden weibliche Bewerber. Schließlich gebe es viele Übersetzungssituationen, in denen ausschließlich Frauen eingesetzt werden können, sagt Weilhammer.

Mit Anruf bewerben


Auf Infoveranstaltungen auch außerhalb Weidens will Weilhammer für diese neue Ausbildung werben. Bei der Bewerbergewinnung hat er auch schon Unterstützung gefunden. Veit Wagner vom Netzwerk Asyl verteilt bereits eigens dafür entworfene Informationsblätter. Interessenten können sich entweder direkt an die Europaberufsschule Weiden unter 0961/2060 oder bei Veit Wagner unter 0961/44 745 melden.

Die Initiatoren der neuen Ausbildung weisen ausdrücklich darauf hin, dass es bei den Schulungsinhalten für die Dolmetscher Deutsch/Arabisch nicht nur um die Sprache geht. Vielmehr sollen auch "Dolmetscher der Kulturen" herangebildet werden. Um dies umzusetzen, sieht die Stundentafel der vorbereitenden Berufsintegrationsklasse neben den 20 Wochenstunden Sprachunterricht zum Beispiel auch "Institutionenkunde Bildung, Soziales, Gesundheit, Arbeit" sowie "Landeskunde, Zeitgeschichte und aktuelle Probleme des Sprachraums der ersten Fremdsprache" vor. Unterrichtet werden auch interkulturelle Sprachkompetenzen und Fachkunde und Terminologie der Wirtschaft. 36 Wochenstunden soll insgesamt unterrichtet werden.

Ruckzuck zum Lehrplan


Das Curriculum für die neue Ausbildung steht bereits. "Ende Oktober habe ich meine Idee mündlich einem Vertreter des bayrischen Kultusministeriums vorgetragen", sagt Weilhammer. Sofort seien positive Signale zurückgekommen. Weil allerdings für den regulären Beginn der Ausbildung im Herbst ein halbes Jahr Vorlauf für die Vorklasse benötigt wurde, stand die Planung unter großem Zeitdruck.
Noch sind Plätze frei, man kann sich bewerben.Schulleiter Josef Weilhammer über das neue Ausbildungsangebot Dolmetscher Deutsch-Arabisch
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