Evangelische Gemeinde Rothenstadt bietet Erbbaugrundstücke
Glücksfall für bauwillige Familien

Fünf Bauherren können sich auf dem Erbpachtgrundstück der evangelischen Kirche in Rothenstadt ihr eigenes Reich schaffen. Entwurf: Fingerhaus

Dutzenden von Familien verhalfen die beiden Kirchen in Rothenstadt und Neunkirchen zu bezahlbaren Bauplätzen: Sie vergaben Erbbaugrundstücke. Das Angebot ist seit Jahren überaus rar. Doch in Rothenstadt können sich Familien wieder bewerben.

Reinhard Brunner vom Kirchenvorstand der evangelischen Gemeinde Rothenstadt spricht von einem Glücksfall. "Wir wollen finanzschwächeren Familien wieder die Chance geben, sich ein eigenen Haus leisten zu können. Sie brauchen nicht gleich das Grundstück voll bezahlen." Darum vergebe die Kirche die Flächen "Am Linder", direkt gegenüber der Grundschule und in der Nähe des Kindergartens, im Erbbaurecht. Dabei sind die Erbbauzinsen in diesem Fall sogar ausgesprochen niedrig gehalten. "Das Grundstück ist noch nicht voll erschlossen. Die Kosten müssen die künftigen Bauherren übernehmen", erklärt Brunner.

Sowohl bei der evangelischen, aber auch der katholischen Kirche sei es "gute Tradition", Flächen im Erbbaurecht Bauwilligen zu überlassen. Das Grundstück "Am Linder" liege zwar noch im Außenbereich. Die Stadt habe aber in einer Bauvoranfrage dem Projekt bereits zugestimmt, betont Brunner. Der Kirchenvorstand betraute inzwischen die Firma Fingerhaus, vertreten durch Herbert Helgert aus Schirmitz (Leiter des regionalen Vertriebsbüros für Ostbayern in Weiden), mit der Abwicklung des Vorhabens.

Fingerhaus teilt das gut 2600 Quadratmeter große Grundstück in fünf - zwischen 420 und 674 Quadratmeter messende - Parzellen auf. Nach den bisherigen Planungen sind zwei Bungalows (unmittelbar "Am Linder" mit etwa 130 Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche) sowie drei klassische Einfamilienhäuser (etwa 160 Quadratmeter Wohn-/Nutzfläche) vorgesehen.

"Die Bauherren können ihren Grundriss ganz nach den eigenem Vorstellungen planen." Zudem sind verschiedene Ausbaustufen möglich. Da die Fertighäuser die Standards der Energieeinsparverordnung 2016 weit überbieten, sind Zuschüsse und günstige KfW-Darlehen (bis 100 000 Euro) möglich, erläutert Helgert.

Fingerhaus ist ein renommierter Fertighaus-Hersteller. Das familiengeführte Unternehmen besteht seit 1820 als holzverarbeitender Betrieb in Nordhessen. 1948 entstanden die ersten Fertighäuser. Jährlich beziehen über 700 Familien ihr individuell gestaltetes Fingerhaus.
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