Firma SAS-Softec aus Weiden digitalisiert Unternehmen in aller Welt
Auf Weg zur intelligenten Fabrik

Zunächst ist es nur ein Schaltplan, am Ende wird es eine ganze Produktionsanlage, die am Bildschirm bei SAS-Softec entsteht. Vertriebs- und Marketingleiterin Anja Weigl erklärt, was digitale Prozesse leisten. Bild: sbü

Digitalisierung verändert die Unternehmen und bietet enorme Chancen auf dem Weg zur "Smart Factory", der intelligenten Fabrik. Auch für die Firma SAS-Softec aus Weiden ergeben sich riesige Verbesserungen; sie wären vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen.

Geschäftsführer Christian Schmidt hat den international tätigen Dienstleister für Prozessautomation, Elektrokonstruktion sowie Schaltschrankbau 2009 gegründet. Seither wächst es stark - auch im Zuge der Digitalisierung. Der Branchenmix, für den SAS-Softec arbeitet, reicht von der Solarbranche über die Automobil-Zulieferindustrie bis hin zur Medizintechnik und Ernährung.

SAS-Softec plant die Automatisierung dieser Produktionsanlagen; und sorgt dafür, dass sie dauerhaft funktionieren. "Über einen Remote-Zugang können wir aus Weiden per Ferndiagnose und -wartung auf die Produktionsanlagen in aller Welt zugreifen", erklärt Anja Weigl, Vertrieb und Marketing. Dabei gebe es die Möglichkeit, selbst Produktionsprozesse über Kamera-Systeme zu kontrollieren. So kann flexibel und rasch bei Störungen reagiert werden. Der sogenannte After-Sales-Service, also die nachgehende Kundenbetreuung, gewann in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung. Immer wichtiger wurde das Thema IT-Sicherheit: Es betrifft den Zugriffsschutz der Anlagen von außen, sogenannte Cyber-attacken, aber auch den Schutz sensibler Kundendaten.

Fehlerquoten gesenkt


Digitalisierung beinhaltet auch die Möglichkeit, Produktionsanlagen zunächst per Simulationsverfahren zu konstruieren und zu testen. "Viel kann heute bereits online gemacht werden", erklärt Weigl. So konnten Fehlerquoten reduziert und die Inbetriebnahme der Maschinen verkürzt werden. Anlagen, die SAS-Softec automatisiert, fügen sich ein in die Zukunftswelt von Industrie 4.0. Immer mehr Steuerungsstufen und -bereiche sind miteinander vernetzt.

Eine "immer intelligenter werdende Software mit innovativen Hardwarekomponenten verändert stetig die Spielregeln der Prozessautomation", sagt Weigl. Die Zukunft liege in modularen Baukastensystemen, die eine zunehmende Individualisierung der Prozesse erlauben. Verweisen kann SAS-Softec auf Kunden in fast allen Erdteilen (außer Afrika). In Korea war es eine Anlage zur Produktion von sogenannten Wavern: Platten, aus denen Solarzellen hergestellt werden. In Deutschland wurde unter anderem eine komplette Joghurt-Abfüllanlage errichtet. Die Aufzählung beinhaltet auch eine Sand-Veredelungsanlage und sogar eine Ölverladestation. Bei SAS-Softec arbeiten derzeit 45 Programmierer, Elektrokonstrukteure und Elektriker. Sie sind jeweils Kundengruppen zugeordnet, so dass sich Spezialisierungen ergeben. Es besteht erheblicher weiterer Personalbedarf.

Drei Standorte hat SAS-Softec. Die Verwaltungszentrale ist in der Goethestraße der Weidener Innenstadt angesiedelt. Erst kürzlich kam ein weiteres Stockwerk hinzu. Elektrokonstruktion und Schaltschrankbau sitzen im Industriegebiet in Altenstadt und eine weitere Niederlassung gibt es im schwäbischen Horb.
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