Förderfähigkeit anerkannt
410 Container am Bahngleis

Beeindruckende Zahlen stellen das Signal für die Container-Umschlagsanlage in Weiherhammer auf Grün: Die Wirtschaft fährt auf die neuen Logistik-Möglichkeiten ab, will sie nutzen. Täglich lässt sich mit ihrer Fracht mindestens ein Güterzug zusammenstellen. Spätestens 2019 geht der Container-Bahnhof mit 410 Stellplätzen - dreilagig belegbar - "ans Netz".

Optimismus pur versprühen bei der Pressekonferenz die "Väter" des Projekts, das ein Investitionsvolumen von rund sieben Millionen Euro erfordert. Der Bedarf ist vorhanden, ebenso ist die Förderfähigkeit bestätigt. Damit ist eine erste, entscheidende Hürde genommen, betonen Bürgermeister Ludwig Biller (Weiherhammer), Landrat Andreas Meier, Oberbürgermeister Kurt Seggewiß und der Weidener Bau- und Planungsdezernent Hansjörg Bohm.

Werkleiter Reinhold Gietl versicherte nicht nur, dass Pilkington den 800 Meter firmeneigenen Gleisanschluss zur Verfügung stellt, sondern das Terminal für den kombinierten Güterverkehr Straße/Schiene auch selbst intensiv in Anspruch nehmen wolle.

Die Gemeinde Weiherhammer wiederum habe mit den neuen Gewerbegebiet Weberschlag gut 300 000 Quadratmeter Fläche, um - unmittelbar an der Umschlagsanlage - Fuhrunternehmen oder Produktionsbetriebe mit jeweils großem Rohstoff-, Vor- bzw. Endprodukt-Volumen anzusiedeln, unterstreicht Bürgermeister Ludwig Biller. Die Gemeinde übernehme Verantwortung für die Region. Zugleich dankt Biller dem Großunternehmen Pilkington, dass es den Gleisanschluss, obwohl seit Jahren nicht mehr benutzt, stets gut gepflegt und erhalten habe. "Darauf können wir jetzt alle aufbauen."

In etwa fünf Jahren, so zeige die Erfahrung, werde sich die Anzahl der Container (prognostiziert sind zum Start wöchentlich 345 auf der Schiene ankommende und 472 abgehende "Großbehälter") verdoppeln, erläutert Bohm. Nach etwa sieben Jahren, so eine weitere Erfahrung, mache die Anlage Gewinne. Höchst beruhigend sei das Echo aus der Wirtschaft. Betriebe quer durch die Branchen wollen in Weiherhammer ihre Güter auf die Schiene bringen. "Je bunter und je mehr durchmischt, umso weniger hängen wir von Konjunksturschwankungen ab."

Bis zurück ins Jahr 2010 gingen die ersten Gespräche, sagt OB Kurt Seggewiß. "Die Firmen suchen diese Umschlagsanlagen, wollen von der Straße auf die Schiene. Als "weitere Perle auf der Schnur unserer Zusammenarbeit" wertet Landrat Andreas Meier das Vorhaben, das die Gemeinde Weiherhammer und die Stadt Weiden vorantreiben. "Wir sind auf einem guten Weg und beweisen, dass wir uns alle vom Kirchturmdenken verabschieden." Weiden, Weiherhammer und die umliegenden Gemeinden würden durch dieses Zentrum einen Wachstumsschub erfahren. Eine Trägergesellschaft, die dann eine Betreiberfirma beauftragt, ist bisher noch nicht gefunden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.