Förderverein für Schwerkranke: Start der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung in Weiden
In Würde zu Hause sterben

Über die "Spezialisierte ambulante Palliativversorgung" klärten (sitzend von links) Matthias Rössle, Fördervereinsvorsitzende Waltraud Koller-Girke und Palliativfachärztin Dr. Margarete Pickert auf. Mit im Bild die übrigen Vorstandsmitglieder sowie Ehrengäste. Bild: Dobmeier

Der Förderverein für Schwerkranke leistete die wichtige Vorarbeit. Die "Spezialisierte ambulante Palliativversorgung" (SAPV) für die Region ist auf den Weg gebracht. Viel fehlt nicht mehr.

Das vom Förderverein für Schwerkranke finanziell unterstützte Brückenteam und die Ausbildung eines Palliativarztes waren wichtige Elemente, damit die SAPV für die nördliche Oberpfalz entstehen kann. In der Mitgliederversammlung des Vereins haben SAPV-Leiterin Dr. Margarete Pickert und pflegerischer Leiter Matthias Rössle Einblicke in die Pläne. In München, Nürnberg und Regensburg ist demnach die SAPV für Schwerstkranke gemäß Sozialgesetzbuch schon umgesetzt. Die Verordnung erfolgt per Rezept in enger Kooperation mit den Ärzten, die Kosten trägt die Krankenkasse. Der Förderverein trat der neu gegründeten gemeinnützigen SAPV-Genossenschaft bei, die der Gesetzgeber als Träger fordert.

Im Dezember beendete Palliativfachärztin Pickert ihre einjährige SAPV-Zusatzausbildung, unterstützt vom Verein. Die SAPV umfasst neben Weiden auch die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth. Ziel sei es, die ärztliche Versorgung zu Hause von sehr schweren Fällen von Tumorerkrankungen in der Lebensendphase medizinisch zu unterstützen. Ein Leistungskatalog mit Beratungen für Hausärzte und ein Netzwerk aus Pflegeheime und Wohlfahrtsverbänden werden aufgebaut. Rössle erläuterte den Anschluss an die Palliativstation.

268 Mitglieder

"Der 7. Gesundheitstag zum Thema ,Demenz' war ein großer Erfolg, und es laufen bereits die Vorbereitungen für die achte Veranstaltung zu ,Adipositas'", sagte Vorsitzende Waltraud Koller-Girke. 268 Mitglieder zähle der Verein. Koller-Girke dankte den vielen Unterstützern. Besonders die in Todesanzeigen vermittelten Geldbeträge anstelle von Kränzen und Blumen hätten dem Verein große Erlöse beschert.

Schatzmeister Wolfgang Girke berichtete vom höchsten Spendenaufkommen binnen eines Jahres, das 2014 angefallen sei: 236 438 Euro. Die Zuwendungen an das Klinikum stiegen auf 932 769 Euro seit der Vereinsgründung 2007. Zusammen mit den Rücklagen für den Umzug der Palliativstation sowie für den Aufbau des geplanten Hospizes beträgt die Gesamtsumme nun weit über eine Million Euro. Besondere Zuwendungen gingen an die MS-Gruppe für eine Ausstellung, an das Klinikum zur Beschaffung von Rollstühlen und an das Krankenhaus Waldsassen für einen hochmodernen Gehwagen. 10 000 Euro erhielt der Bunte Kreis, um den Wechsel der Eltern mit Frühchen vom Klinikum nach Hause zu unterstützen.

Josef Götz, Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz AG, sprach dem Förderverein für Schwerkranke seinen Dank aus. Weitere Infos zu Verein und Spendenkonto im Internet: www.schwerkrankenfoerderverein.de
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