Grundstücksentscheidung des Turnerbundes steht am 13. Juli an - Einige Mitglieder sehen ...
Volleyballer fürchten um Filetstück

"Der Verein verliert seine Seele und ein Filetstück. Wir müssen bluten für die Schulden der Tennisabteilung." Diese Befürchtungen von Volleyballfunktionären wurden in ihrer Hauptversammlung am Sonntag laut, für den Fall, dass auf dem TB-Gelände am Hammerweg nur noch die Sparte Tennis übrig bleiben sollte.

In der Turnratssitzung am 13. Juli wird der Turnerbund Weiden die Entscheidung fällen, wie es mit dem Gelände am Hammerweg weitergeht. Der Verein will durch einen Grundstücksverkauf am Sportpark die Verbindlichkeiten der Tennisabteilung tilgen, die sich im Laufe der Jahre aufgetürmt haben.

Eine Variante wäre die Überbauung der Tennisplätze zwischen Glötznerstüberl und Hammerweg, erläuterte TB-Vorsitzender Bernhard Schlicht. Dafür müssten vorher fünf neue Tennisplätze im Anschluss an die Felder vor der Tennishalle errichtet werden. Die zweite Variante sehe die Bebauung der Fußballfelder durch eine Investorengruppe vor. Dazu werde ein Lärmschutzgutachten erstellt, da das Grundstück an die B 22 grenzt. Im zweiten Fall könnten die bisherigen Tennisplätze erhalten bleiben. Die Volleyballer sehen aber die Beachvolleyballfelder, die vor allem von Schulen, Studenten und Abteilungsmitgliedern genutzt werden, in Gefahr. Betroffen wäre auch das Faustballspiel. "Was bleibt von der grünen Oase, und was sagt die Stadt dazu, wenn so ein massiver Eingriff in die Natur erfolgt?", wollte ein Versammlungsteilnehmer wissen. "Wer baut an ein Grundstück mit Tennisgeknalle", lautete ein weiterer Einwand. Ärger wäre hier vorprogrammiert.

Es sei schwer vorstellbar, dass ausgerechnet eine Investorengruppe den Zuschlag erhalten könnte, der Mitglieder aus der Tennisabteilung angehören, erklärte ein Versammlungsteilnehmer. Gerade die Tennisabteilung habe den Turnerbund in diese missliche Lage gebracht. Dann könne es doch nicht sein, dass Mitglieder der Tennisabteilung dort Geld in Wohnbebauung investieren, aber für den Verein nichts übrig hätten. Bernhard Schlicht räumte ein, dass noch Grundsatzfragen diskutiert werden müssten. Es soll eine Lösung gefunden werden, mit der alle TB-Mitglieder leben können. Nach seinen Worten zeigt noch ein weiterer Investor Interesse an der Bebauung der Fußballfelder.

Zusammenschluss angeregt

Angesichts der Verbindlichkeiten der zwei großen Tennisvereine "TC am Postkeller" und des "TC Grün-Rot" am Hammerweg sei es ein Unding, dass tschechische Spieler kostspielig verpflichtet würden, während sich die Schulden beider Vereine weiter anhäufen würden. Deshalb müsse das Thema nochmals über die Stadt behandelt werden, selbst wenn beide Vereine (noch) nicht miteinander können, lautete eine Forderung.
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