Helmut Kick will ein chinesisches Medizinzentrum gründen
Investor läuft gegen Mauern

Für die Traditionelle Chinesische Medizin in Weiden setzen sich ein: (von links) Young Do Park, Christian Bauer, Helmut Kick, MdB Reiner Meier, CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch und Stadtrat Alois Lukas. Bild: Wieder

Kein Zweifel: Die Nachfrage nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) ist riesig - auch in Weiden. Helmut Kick will ein chinesisches Medizinzentrum gründen. Doch er kommt nicht voran. "Man läuft gegen Mauern." Einen Ansprechpartner hat er nun gefunden - im Bundestagsabgeordneten Reiner Meier.

Helmut Kick hat mit seinen Partnern immer neue Entwicklungen im Gesundheitsbereich erkannt und umgehend reagiert. Davon zeugen unter anderem das Ärztezentrum und das Physiotherapiezentrum Vitalis in Weiden-Ost. 149 Arbeitsplätze für Ärzte, Therapeuten und medizinische Angestellte, die täglich bis zu 2000 Patienten und Ratsuchende betreuen.

Und dort hat er auch die Experten, die mit der Traditionellen Chinesischen Therapie vertraut sind, etwa Christian Bauer. Der gebürtige Weidener hat nach dem Abitur in China Medizin studiert. Zwölf Jahre arbeitete Bauer als Mediziner in Fernost. Young Do Park ist Arzt für chinesische und koreanische Medizin. Beide verfügen über Verbindungen zu TCM-Therapeuten, Ärzten und Professoren in China und Korea, die über ein Austauschprogramm gerne nach Deutschland kommen würden.

Keine klaren Antworten


Doch unklar ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die TCM-Therapeuten in Deutschland arbeiten dürfen. Wird die Ausbildung anerkannt, sind Visa, Arbeitserlaubnisse nötig? Anfragen bei der Regierung, verschiedenen Gesundheitsämtern, der Kassenärztlichen Vereinigung und der Ärztekammer sind gestellt. "Doch es gibt seit zwei Jahren keine richtigen, eindeutigen Antworten, kein Ja, kein Nein, keine Absage, aber auch keine Zusage", klagt Kick dem Bundestagsabgeordneten Reiner Meier, der vom Weidener CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch und Alois Lukas, Sprecher der CSU im Bauausschuss, begleitet wurde. "Irgendwann hätte ich doch gern belastbare Aussagen", so Kick.

Wichtige Fingerzeige erhofft er sich deshalb beim Besuch von Reiner Meier. Der Tirschenreuther Bundestagsabgeordnete bringt seine langjährige Erfahrung beim einstigen Bundesgesundheitsminister Horst Seehofer sowie als Mitglied des Gesundheitsausschusses des Bundestages ein. Aber auch er ist zunächst noch überfragt. Deshalb will er möglichst schnell Antworten in Berlin finden. Reiner Meier versicherte, dass die Traditionelle Chinesische Medizin inzwischen längst "als wichtige Ergänzung zur klassischen Schulmedizin" anerkannt sei. Bundesweit seien die entsprechenden Kliniken, zum Beispiel auch in Kötzting, überaus erfolgreich.

Bis zu 40 Arbeitsplätze


Mit seinen Partnern möchte Kick rund 1,5 Millionen Euro in das TCM-Fachzentrum investieren, 20 bis 40 Arbeitsplätze schaffen, wofür im Endausbau rund 800 Quadratmeter Fläche benötigt werden. Er hat genügend Reserveflächen an der Vohenstraußer Straße, zum Beispiel durch die Aufstockung des "Sichelbaus" am Vitalis, oder auf den rund 3000 Quadratmetern, die er zur Zeit noch als Parkfläche an der B 22 nutzt. Die Pläne für die Aufstockung hat er bereits seit einiger Zeit eingereicht. Da jedoch der Bebauungsplan in diesem Bereich der Vohenstraußer Straße/Edeldorfer Weg geändert wird, wartet er auch hier noch auf Antwort.

Kick sieht die TCM-Zentrum als wichtige Ergänzung für die Naturheilkunde-Praxis Viacura, in der er selbst mit Christian Bauer, Ursula Parzefall, Young Do Park und Dr. Ute Danzl als Therapeut arbeitet.
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