Hohe Gemagebühren für "Weiden träumt"
Weiden träumt trotz Gema

"Weiden träumt" ohne Musik. Das ist kaum vorstellbar - und inzwischen auch kein Problem mehr, weil der Anwalt von Pro Weiden die geforderte Gebührensumme gewaltig gedrückt hat. Bild: Wilck

30 000 Euro Gema-Gebühren für "Weiden träumt". Diese Forderung ist jetzt vom Tisch. Doch für das Herbstfest und den Jubilatemarkt steht die Auseinandersetzung noch aus, kündigt Pro-Weiden-Geschäftsführerin Andrea Schild-Janker an.

Weiden. (ps) Ansonsten hatte sie in der Jahreshauptversammlung des Stadtmarketingvereins nur Positives zu berichten. Und sie geht auch davon aus, dass die aktuell noch offenen Differenzen für Pro Weiden positiv enden werden. "Wir haben einen Rechtsanwalt aus Hamburg eingeschaltet, der Spezialist auf diesem Gebiet ist. Er hat die Gebühren für ,Weiden träumt' jetzt auf den erträglichen Betrag von 4000 Euro heruntergebracht." Als Maximum stand laut Schild-Janker hier die Forderung von 30 000 Euro im Raum.

Denn die Gema hat die Berechnungsgrundlage für Veranstaltungen mit gebührenpflichtiger Musik geändert: Nicht mehr die Besucherzahl ist entscheidend, sondern die Quadratmeterzahl. "Bei ,Weiden träumt' wollten sie die ganze von der Regierung genehmigte Fläche berechnen. Das wären 350 000 Quadratmeter in der Innenstadt gewesen." Wenn Pro Weiden dafür Gema-Gebühren zahlen müsste, wäre das nicht zu leisten. "Das hätte bedeutet, dass ,Weiden träumt' künftig ohne Musik stattfindet." Die neue Berechnungsgrundlage dürfte nach Ansicht von Andrea Schild-Janker auch vielen Kommunen zu schaffen machen, zum Beispiel wenn bei Stadtfesten Gema-pflichtige Musik ertönt.

Neue Attraktion am 24. Juli

"Weiden träumt" ist zugleich die nächste Großveranstaltung, die in Weiden ansteht - nämlich in drei Wochen: am 24. Juli. Schild-Janker kündigte hierfür ein neues Highlight in der Schulgasse an - mit Beteiligung des Landestheaters Oberpfalz. Angesichts der Hitzegrade am Donnerstagabend beschränkte sich die Geschäftsführerin bei ihrem Rückblick auf eine Bilderschau über die größten Events des vergangenen Jahres. Die gleichen, die - wie eingangs genannt - wegen Gema-Gebühren im Feuer stehen bzw. standen.

"In Weiden entsteht in den nächsten Jahren eine neue Mitte, und damit gibt es neue Aufgaben für Pro Weiden": Bürgermeister Lothar Höher - er überbrachte die Grüße von OB Kurt Seggewiß - warf einen Blick in die Zukunft. "Wir müssen ein gemeinsames Marketing machen", erklärte er angesichts der geplanten Stadtgalerie. Mit mehr Mitteln lasse sich auch mehr Werbung machen, spielte er auf die von Fondara-Vorstand Thomas Schumacher versprochenen Gelder an. Eine Herausforderung, auf die sich Andrea Schild-Janker bereits freut. "Dann kann ich eine Konzeption in einer Dimension entwickeln, wie es in Weiden bisher nicht möglich war."
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