Im Regierungsbezirk nahm das BIP am stärksten zu
Fleißige Oberpfälzer

Seit über 25 Jahren brummt es im BMW-Werk in Wackersdorf. Die Oberpfalz legte beim Bruttoinlandsprodukt am stärksten zu. Bild: Götz

Weiden/Amberg/Schwandorf. Das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in Bayern zwischen 2004 und 2014 um 34,8 Prozent gestiegen. In der Oberpfalz erhöhte es sich um 41,6 Prozent - so stark wie in keinem anderen Regierungsbezirk. Das geht aus aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts hervor.

2014 betrug das BIP in der Oberpfalz pro Einwohner 37 290 Euro. Unter den Städten und Landkreisen mit der höchsten BIP-Zunahme zwischen 2004 und 2014 ist der Landkreis Neumarkt an fünfter Stelle aufgeführt. Dort hat das BIP in dem Zeitraum um 54,7 Prozent zugelegt. Auf dem vorletzten Platz steht die Stadt Hof, wo das BIP um nur 13,1 Prozent gewachsen ist. Vergleicht das Statistische Bundesamt das BIP von 2014 je Einwohner, steht die Stadt Regensburg an sechster Stelle des höchsten BIP (knapp 83 000 Euro) und der Landkreis Regensburg an drittletzter Stelle (etwa 22 000 Euro). Die Städte Amberg und Weiden hatten 2014 ein BIP von über 50 000 Euro je Einwohner.

Im Landkreis Schwandorf stieg das BIP um 1,4 auf 4,7 Milliarden Euro, pro Einwohner waren das 2014 rund 33 000 Euro. Im Vergleich dazu erscheint der Landkreis Starnberg mit einer BIP-Zunahme von 4,2 auf 5,1 Milliarden Euro gar nicht so hoch (knapp 39 000 Euro pro Einwohner).

Der Regierungsbezirk Oberbayern hat 2014 ein BIP von rund 52 000 Euro je Einwohner erwirtschaftet. Besonders stark ist die Zunahme des BIP in Ingolstadt mit 119,1 Prozent. Dort beträgt es pro Einwohner etwa 123 000 Euro.

BruttoinlandsproduktDas Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt den Wert aller Güter und Dienstleistungen an, die in einem Jahr in der Volkswirtschaft eines Landes erwirtschaftet werden. Es gibt ein nominales und ein reales BIP - bei letzterem werden auch Inflation und Währungsschwankungen berücksichtigt. Das BIP ist nicht mit dem Bruttosozialprodukt (BSP) zu verwechseln, weil beim BSP Erwerbs- und Vermögensleistungen abgezogen werden. (esa)
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