Jahrestagung des Arbeitskreises Schule/Wirtschaft
Helfer für guten Start ins Berufsleben

Geschenke als Dankeschön für ihre Arbeit im AK Schule-Wirtschaft erhielten Karl Arnold (Mitte) und Wolfgang Eck (Zweiter von rechts) von Johann Hilburger (rechts), Dagmar Nachtigall und Jürgen Spickenreuther. Bild: hfz

Die gute Nachricht zuerst: Für junge Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, ist die Lage am Weidener Arbeitsmarkt deutlich besser geworden. Nur müssen die Entlassschüler dabei auch selbst Begeisterung zeigen, sonst werde es mit der Zeit schwer. Diese Erfahrungen schilderte der Leiter des Patenprojektes beim Arbeitskreis (AK) Schule-Wirtschaft Neustadt/Weiden, Schulamtsdirektor a. D. Engelbert Vollath, bei der Jahrestagung des AK.

Seit sechs Jahren läuft dieses Patenprojekt, bei dem ehemalige Lehrer oder Unternehmer Jugendlichen helfen, eine Lehrstelle zu bekommen, sehr erfolgreich. Und es reagiert auf neue Entwicklungen: "In unserer Herbsttagung haben wir uns mit dem Thema Flüchtlinge beschäftigt, doch es ist noch zu früh. Die unbegleiteten Jugendlichen drängen noch nicht auf den Arbeitsmarkt", berichtete Vollath weiter.

Dies war nicht das einzige Thema bei der Jahrestagung unter der Leitung der beiden Vorsitzenden Schulrat Johann Hilburger (für den Bereich Schule) und AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther (Bereich Wirtschaft) in den Räumen der Sparkasse Oberpfalz Nord. Dabei verabschiedete die Vorstandschaft mit stellvertretender Geschäftsführerin Dagmar Nachtigall auch den ehemaligen Geschäftsführer der IHK-Gremiums, Wolfgang Eck, und Karl Arnold, den ehemaligen Kreishandwerksmeister.

Umgekehrt wurden gleich sechs neue Mitglieder begrüßt: Joachim, Behrend (Kreishandwerksmeister), Florian Rieder (Geschäftsführer IHK-Gremium), Michael Meier (Hans-Scholl-Realschule), Helmut Matejka (Augustinus-Gymnasiums), Rainer Hetz (St.-Felix-Schule) und Barbara Mädl (Wirtschaftsförderung im Landkreis Neustadt).

Katharina Achtert, Expertin Schule-Wirtschaft, blickte auf die vielen Veranstaltungen des AK im vergangenen Jahr zurück. So waren bei den zahlreichen Besichtigung immer im Durchschnitt bis zu 25 Personen anwesend. Sie selbst begleitete eine Tagung in Ingolstadt. Ebenso wurden zahlreiche Berufsorientierungsmaßnahmen für die Mittelschulen durch das Projekt BOM-Regional angestoßen. "Wir haben im vergangenen Jahr massiv die Vernetzungen der Mittelschulen ausgebaut, Kontakte mit externen Partnern und den Berufsschulen aufgenommen", erklärte Achtert. "Wichtig ist es, dass kleinere Betriebe in der Region eng mit den Schulen vernetzt werden", so Hilburger.

Intensiviert wird die Zusammenarbeit im Schulverbund Ost mit Vohenstrauß und Pleystein. Sorgen bereitet Spickenreuther, dass in den Schulen ansteigend viele berufsorientierte Maßnahmen stattfanden, aber die Zahl der Ausbildungsabbrecher kaum reduziert würde.

Das Projekt "Angel for Children" erläuterte Oberstudienrat Matejka. Im Anschluss berichtete der Lehrer am Augustinus-Gymnasium, Klaus Märker, über die Möglichkeit des Frühstudiums im Bereich Physik, das Gymnasiasten an der Uni Bayreuth absolvieren können.

Einen Vortrag über den Verein Geldlehrer gab Katrin Karagounis, Marketing und Kommunikation bei der Sparkasse Oberpfalz Nord. Hier bekommen Schüler finanzielle Bildung praxisnah in Schulstunden vermittelt. Am Ende verwies Spickenreuther auf die Oberpfalztagung der Arbeitskreise Schule-Wirtschaft, die dieses Mal der AK Neustadt/Weiden ausrichtet: am 27. September im Innovision-Center in Weiherhammer.
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