Jugendring streicht Angebote und hat neuen Vorschlag
Vorerst Verzicht

Mit einem neuen Vorschlag will der Stadtjugendring den Druck aus der Diskussion um seine Zukunft nehmen: (von links) Sozialpädagoge Florian Graf, Vorsitzender Tobias Reichelt und Geschäftsführer Ewald Zenger. Bild: wsb
Fortschritt durch Verzicht: Mit einem neuen Vorschlag will der Stadtjugendring (SJR) den Zeitdruck aus seinen Verhandlungen mit der Stadt nehmen und so letztlich eine langfristige Lösung für seine Arbeit in Weiden finden. Wie Vorsitzender Tobias Reichelt und Geschäftsführer Ewald Zenger berichten, würde der SJR zumindest vorläufig auf eine Neubesetzung der momentan vakanten vierten Pädagogenstelle verzichten, sollte die Stadt bereit sein, eine Jugendhilfeplanung zu beginnen. Wobei sich durch das Weniger an Personal die Angebote des SJR verringern: So wird beispielsweise der Band-Wettbewerb "Weiden tobt" heuer gestrichen.

Das Gremium geht damit einen Knackpunkt in den Verhandlungen an: So ist im Stadtrat umstritten, ob die vierte Stelle nicht ohnehin gestrichen werden soll. Durch den vorläufigen Verzicht erhoffen die Verantwortlichen nun, Zeit zu gewinnen und den Druck zu nehmen, zu einer Entscheidung zu kommen. Zeit, in der Weiden eine Jugendhilfeplanung erstellen könnte, so die Vorstellung des SJR. Diese Planung würde festschreiben, was Jugendarbeit in Weiden alles leisten soll. Auf dieser Grundlage könnte der Stadtjugendring dann einige der Aufgaben übernehmen. Und - so die Hoffnung von Reichelt: Es gäbe wäre gleichzeitig eine dauerhafte Grundlage, die dem SJR nach Jahren der Spardiskussion Planungssicherheit geben würde.

Seine eigenen Planungen für das laufende Jahr musste der SJR freilich umwerfen. Um die fehlende Stelle zu kompensieren, strich er einige Angebote, die über die Kernarbeit mit den Jugendlichen hinausgehen. "Mehr Pflicht, weniger Kür", sagt Zenger. Auch wenn vieles schmerze, etwa das Ende der Mitarbeit von Hauptamtlichen beim Bündnis "Weiden ist bunt", bei dem der SJR einst ja so etwas wie ein Geburtshelfer gewesen sei. Auch den Mitarbeitern falle das schwer, betont Florian Graf vom Juz-Team. Aber wenn sich dadurch nach all den Diskussionen eine dauerhafte Lösung mit der Stadt fände, wäre das doch eine Chance. Dann würde "aus dem ganzen Mist etwas Gutes entstehen".
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