Junge Flüchtlinge fördern
Initiative pro Ausbildung unterstützt Asylbewerber

Das Führungsteam der Initiative pro Ausbildung Nordoberpfalz und die Mitglieder diskutierten das Förderkonzept 2016. Vorsitzender Jürgen Spickenreuther (Vierter von links) leitete die Jahreshauptversammlung. Bild: Bühner

Vor zehn Jahren startete die Initiative pro Ausbildung Nordoberpfalz. Die Ausgangsposition: ein extremer Mangel an Ausbildungsplätzen. Die Abwanderung junger Leute drohte. Bis heute hat sich viel verändert.

Wie viele andere Veranstaltungen war auch die Jahreshauptversammlung der Initiative pro Ausbildung (IpANopf) vom Thema Flüchtlinge und Asylbewerber geprägt. Noch sind aus dem Kreis der Zuwanderer erst wenige so weit, eine Ausbildung beginnen zu können, berichtete Vorsitzender Jürgen Spickenreuther. Zuerst müssten sie die Vorbereitungsklassen an den Berufsschulen absolvieren, um vor allem ausreichende Sprachkenntnisse zu besitzen. Das Interesse von Industrie und Handwerk an zusätzlichem Berufsnachwuchs sei jedoch sehr groß.

"Alles, was unsere Satzung an Unterstützungsmöglichkeiten erlaubt, wollen wir gerne auch für die Ausbildung junger Flüchtlinge einsetzen", betonte der Vorsitzende. Dabei gehe es um ergänzende Hilfen wie zum Beispiel eine Fahrtkostenunterstützung für junge Zuwanderer, damit diese zu ihrem Ausbildungsplatz kommen können. Falls sich aus dem Projekt "Ausbildungspaten" (wir berichteten) ein Bedarf ergeben sollte, werde die Initiative auch gerne finanziell helfen.

Seminare finanziert


Im Jahresbericht erwähnte Spickenreuther unter anderem die Finanzierung der Seminare "Umgangsformen für Mittelschüler" sowie die finanzielle Unterstützung für die qualitative Verbesserung des Berufswahlpasses für Mittelschüler. Auch bei anderen Maßnahmen zur Qualifizierung von Schulabgängern wurde geholfen: Xpert-Programm im IT-Bereich, Cambridge-Zertifikat im Bereich der Fremdsprachen, Projekt "YouComb" und Woche der regionalen Ausbildung in Wiesau als berufsorientierende Maßnahmen. Laut Schatzmeister Dietmar Prusko hat der Verein 13 500 Euro zur Förderung von Maßnahmen eingesetzt. Neuwahlen standen nicht an, so dass auch im neuen Jahr Jürgen Spickenreuther als Vorsitzender, German Vogelsang und Engelbert Vollath als dessen Vertreter, Dietmar Prusko als Schatzmeister und Siegfried Bühner als Schriftführer im Amt bleiben.

Im Programm des laufenden Jahres sind neben möglichen Unterstützungsmaßnahmen für die Berufsausbildung junger Asylbewerber auch die personelle Beteiligung des Vereins an der Woche der Ausbildung ab dem 19. Februar und an der Ausbildungsmesse der Arbeitsagentur Weiden am 16. April vorgesehen. Die bewährten Fördermaßnahmen sollen fortgesetzt werden.

Initiative 2006 gegründetDie Initiative pro Ausbildung Nordoberpfalz wurde 2006 gemeinsam vom Wirtschaftsclub Nordoberpfalz, dem Medienhaus Der Neue Tag und der Arbeitsagentur Weiden gegründet. Zahlreiche Personen aus Politik, Verwaltungen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen und Einzelpersönlichkeiten traten bei und unterstützen das Anliegen. Die Anerkennung als gemeinnütziger Verein erfolgte 2008. Nach der Vereinssatzung soll die Berufsausbildung in der Region unterstützt werden. Auch wenn es zwischenzeitlich einen Wandel vom Stellenmangel hin zum Auszubildendenmangel gibt, besteht Unterstützungsbedarf einzelner Jugendlicher in Richtung Ausbildungsreife oder von Einrichtungen, die sich dieser Aufgabe widmen. (sbü)
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