Käufer für Werkstattkette Auto Teile Unger gefunden
Mobivia Groupe will A.T.U übernehmen

A.T.U Auto-Teile-Unger Weiden Dr.-Kilian-Straße 11 92637 Weiden

Der fünfte Eigentümer-Wechsel bedeutet für Auto-Teile-Unger (ATU) enorme strategische Veränderungen: Mit dem Kauf durch die französische Mobivia Groupe entsteht das größte Kfz-Service-Unternehmen Europas mit knapp 2000 Werkstätten, 20 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 2,7 Milliarden Euro.

Nach 14 Jahren mit Finanzinvestoren wie Doughty Hanson, Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und zuletzt Centerbridge findet die Werkstatt-Kette ATU den intensiv gesuchten Käufer. Die Mobivia Groupe kommt nicht nur aus derselben Branche, sondern ist am Markt erfolgreich unterwegs. In einer Pressemitteilung bestätigte ATU den Verkauf; die Einzelheiten des Deals werden bis zum Jahresende festgemacht: "Unter dem Vorbehalt, dass sich ATU mit seinen größten Vermietern der Filialen auf die langfristige Reduzierung der Mietkosten auf marktübliche Niveaus einigt".

Die 1985 von Peter Unger gegründete ATU bringt in das neue Unternehmen 577 Werkstätten in Deutschland, 25 in Österreich und 6 in der Schweiz ein: mit einem Umsatz von knapp einer Milliarde Euro und 10 000 Beschäftigten. "Innerhalb der Mobivia Group soll ATU als eigenständiges Unternehmen für den deutschen Markt agieren und den Sitz in Weiden behalten", heißt es in der ATU-Pressemitteilung.

Die Mobivia Groupe sieht sich als Europas Marktführer für markenübergreifende Fahrzeugservices. Sie ist mit 1300 Service-Punkten in 16 Ländern Europas, Afrikas und Südamerikas aktiv: aber nicht in Deutschland. Der Kauf von ATU würde für die Franzosen den wichtigsten Markt Europas erschließen. Mit ihren Marken Norauto, Midas, Carter-Cash, Auto 5, Synchro Diffusion u. a. betreut die Mobivia 30 Millionen Kunden. Die 1970 gegründete Mobivia Groupe aus Lille befindet sich im Privatbesitz. 2015 erzielte sie mit knapp 11 000 Mitarbeitern einen Umsatz von 1,76 Milliarden Euro. Vorstandsvorsitzender Olivier Mélis: "Die Transaktion ist ein wichtiger Meilenstein, denn durch die Bündelung der Kräfte ... in Deutschland stärken wir unsere führende Stellung in Europa."
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