Kein heißer Tipp zur Heizung
ETZ-Geschäftsführer für individuelle Lösungen

Welches System darf's denn nun sein? Kaum ein Zuhörer dürfte am Ende des Vortrags von ETZ-Geschäftsführer Matthias Rösch über das Thema "Welche Heizsysteme sind zeitgemäß?" eine klare Antwort gefunden haben. Dies lag bestimmt nicht am Referenten, denn dieser gab einen prägnanten, vollständigen Überblick über alle Varianten von Heizungssystemen. Für welches sich ein Interessent dann entscheidet, sagte Rösch, "hängt von der jeweils ganz spezifischen individuellen Situation ab".

Rösch gab seinen Zuhörern klar zu erkennen, dass es selten nur eine einzige passende Möglichkeit gibt, sondern meistens mehrere. Jeder Interessent sollte sich bewusst machen, welche Kriterien für ihn entscheidend sind. "Ist es die reine Wirtschaftlichkeit einer Anlage, oder soll der Umweltschutzgedanke Vorrang haben?" Möglicherweise könne eine Lösung mit fossilen Energieträgern wie Öl oder Gas oder eine Kombination verschiedener Systeme kostengünstiger sein. Abhängig sei dies allerdings von der zukünftigen Preisentwicklung am Energiemarkt.

Schwierige Prognosen


Wirtschaftlichkeitsberechnungen basierten häufig noch auf der Preis- und Datensituation der letzten Jahre. Kaum jemand habe den Ölpreisverfall vorausgesagt. Wichtig seien die individuellen baulichen Gegebenheiten, aber auch das Energieverbrauchsverhalten im Haushalt. Zum Beispiel könnten kleine Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung oder die Gas-Brennstoffzelle nur mit Gas betrieben werden. Die Nutzung von Erdwärme sei vorrangig für Flächenheizungen wie Wand- oder Bodenwärmeanlagen zu empfehlen. Wer über Solarenergie nachdenke, müsse eine Antwort auf die Frage haben "Will ich nur Warmwasserunterstützung oder zusätzlich auch Heizungsunterstützung?".

Je mehr es in diesen Fällen gelingt, den individuellen Energieverbrauch der nach Tages- und Jahreszeit unterschiedlichen Energieerzeugung anzupassen, desto größer sei die Wirtschaftlichkeit von Solarthermie und Photovoltaik. Für individuelle Lösungen bot Rösch auch die Dienstleistungen des ETZ Nordoberpfalz und seiner Baubiologen und Energieberater an. Ein dringender allgemeiner Rat: Veraltete Heizungspumpen seien große Stromfresser und sollten ausgetauscht werden.
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