Keine Ende der Null-Zinsen absehbar
„Zoigl trifft Geld“: Anleger auf Suche nach Rendite

Weiden/Neuhaus. "Zoigl ist ein besonderes Bier - und die Commerzbank eine besondere Bank." Mancherlei Parallelen stellte Commerzbank-Niederlassungsleiter Sebastian Hackl zwischen seinem Geldinstitut und der Oberpfälzer Spezialität her, etwa beim "Reinheitsgebot in der Beratung" ("fair und kompetent").

Ihre finanziell potenten Kunden lud die Commerzbank unter der Überschrift "Geld trifft Zoigl" in die etwas andere Location ein, nämlich in den historischen Schafferhof in Neuhaus (Windischeschenbach). Eigens für dieses Ereignis tauschten Hackl und sein Kollege Horst Schmidt mit Team den gedeckten Anzug mit rustikaler Tracht. Wenig Hoffnung auf steigende Zinsen weckte Direktor Christian Hormuth von der Allianz Global Investors GmbH, in deren Verantwortung etwa 450 Milliarden Euro liegen. "Die nächsten zweieinhalb bis drei Jahre bleiben die Zinsen bei Null."

Zinsen abgeschafft


Der Rat des Experten an die Anleger: "Weltweit investieren und dem Geld Zeit geben." Erstmals seit 5000 Jahren sei der Preis des Geldes, der Zins, faktisch abgeschafft. Um realistische Renditen von drei bis vier Prozent - wie bei Allianz Global - zu erzielen, sei ein Engagement in Aktien unbedingt erforderlich. Allianz Global investiert das verwaltete Vermögen zu rund 40 Prozent in Aktien und 60 Prozent in Renten, beides global weit gestreut.

Gelassen beurteilt der Experte die Präsidentschaftswahlen in den USA: "Es ist Obama nicht gelungen, die USA wirtschaftlich in den Abgrund zu fahren; auch Trump wird das nicht schaffen." Aufmerksam verfolgt er die italienische Bankenkrise mit 350 Milliarden Euro notleidener Kredite; für "nicht opportun" hält er Investitionen in Südamerika und "Zurückhaltung" sei in Osteuropa angesagt.

Als "interessant" bewertet er den asiatischen Markt, hier vor allem Indien. Die Millionäre sind übrigens jeweils zu 25 Prozent in Aktien und Immobilien engagiert, mit 18 Prozent in festverzinslichen Wertpapieren und mit 11 Prozent in alternativen Investments. 21 Prozent ihres Vermögens werden in Liquidität vorgehalten. Die Allianz kauft vermehrt italienische und spanische Staatsanleihen und geht auf vorsichtigen Abstand zu Autoaktien, mit Ausnahme von Daimler-Benz. Die Devise von Direktor Hormuth klingt so einfach: "Die Rendite folgt dem Wachstum."
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