Kolping-Bildungswerk investiert 3,5 Millionen in Weiden
Endlich ins eigene Haus

In einem zweigeschossigen, barrierefreien Gebäude erhält das Kolping Bildungswerk in Weiden 2430 Quadratmeter Nutzfläche. Schon im Juli 2017 soll das neue Zentrum bezogen werden. Skizze: Rauh + Müller Architekten

Noch ein Jahr ausharren, täglich drei Stockwerke hoch über Treppen flitzen. Deshalb sind die 50 Mitarbeiter des Kolping Bildungswerkes Weiden bereits jetzt aus dem Häuschen: Am Mittwoch startet mit dem Spatenstich der Neubau ihrer Zentrale. Im Juli 2017 beziehen sie das eigene Haus in der Robert Bosch-Straße. Endlich.

Gut 3,5 Millionen Euro investiert das Kolping-Bildungswerk Ostbayern im Standort Weiden und würdigt damit auch das Engagement und die Entwicklung der "Tochter". 1982 startete das Kolping-Bildungswerk mit der Erwachsenenbildung in Weiden, berichten die Zentrumleiter Elisabeth Weiß und Jürgen Förster. 1997 begann - mit den Berufsorientierungsmaßnahmen - die enge Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit. Seit dem Jahr 2000 nutzen die Mitarbeiter die Räume des ehemaligen Kaufmännischen Schulungszentrums in der Schönwerthstraße und "Internate Seifert" (insgesamt 1300 Quadratmeter). Die Werkstätte ist in die alte Hauptpost ausgelagert.

An Schulen unterwegs


Das Bildungswerk, das einst mit drei Mitarbeitern begann, konnte in den vergangenen Jahren in Weiden nahezu sensationell wachsen, Außenstellen in Vohenstrauß und Grafenwöhr auf- und ausbauen. In der Ausbildungsbegleitung erfahren 200 Jugendliche, die schon in Ausbildung sind, sozialpädagogische und schulische Förderung. Das Bildungswerk ist zugleich Ausbildungsbetrieb für kaufmännische, gewerbliche und technische Berufe. In der Werkstätte erlernen zum Beispiel sieben angehende Metall-Fachwerker in einer Reha-Maßnahme ihren Beruf.

Ein relativ junges Geschäftsfeld ist die offene und gebundene Ganztagsbetreuung (an Pestalozzi-Schule und am Sonderpädagogischen Förderzentrum in Vohenstrauß). Im Bereich der Berufseinstiegsbegleitung der Arge in den Schulen in Pirk, Pleystein, Vohenstrauß sowie der Max-Reger-Schule sind drei Sozialpädagoginnen im Einsatz. Sozialpädagogen betreuen auch die acht Integrationsklassen an der Europa-Berufsschule. Mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge durchgeführt werden die drei Integrationssprachkurse.

An der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule, an der Europa-Berufsschule, an der Stötzner-Schule sowie an der Max-Reger- und der Pestalozzi-Schule läuft das Projekt "Jugend stärken im Quartier", das ebenfalls das Kolping-Bildungswerk betreut. Der Vertrag für den Betrieb des Schülercafés Scout auf der Allee wurde erst im vergangenen Jahr erneuert. Ebenfalls 2015 hob das Kolping-Bildungswerk die neue Tochter Kolping-Jugendhilfe aus der Taufe. Inzwischen pflegt diese Einrichtung über 40 Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
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