Kunden suchen nach Alternativen
Beratungsbedarf bei der Geldanlage

Sie verantworten für die Hypo-Vereinsbank das Geschäft in Nordbayern: Die Direktoren Andreas Scheibl (ein gebürtiger Amberger), Peter Leberl und Maximilian Schwarz. Bild: cf

Weiden/Amberg. Das Thema Filialschließungen hat die Hypo-Vereinsbank (HVB) bereits hinter sich: Die Zahl schrumpfte bundesweit von 580 auf 340, davon verblieben im Geschäftsgebiet Bayern-Nord 56 Filialen. Millionen flossen in ihre "qualitative Aufwertung" mit einem einheitlichen Erscheinungsbild. "Das schätzen unsere Kunden sehr", versichert Maximilian Schwarz, Leiter Privatkunden in der Niederlassung Weiden/Amberg. So ermöglichten die "digitalen Zugangswege einen Rundum-die-Uhr-Service".

Bei der Bilanzpressekonferenz für 2015 hielten sich die Regional-Verantwortlichen der Hypovereinsbank zwar mit konkreten Zahlen für das Geschäftsgebiet bedeckt, eine außerordentliche Kennzahl nannten sie: Im vergangenen Jahr stiegen in Bayern-Nord die Immobilien-Finanzierungen um unglaubliche 77 Prozent auf ein Volumen von deutlich mehr als einer Milliarde Euro. "Wir sind nicht nur auf klassische Finanzierungs-Möglichkeiten beschränkt", betont Peter Leberl, Leiter der Niederlassung Mittelfranken/Oberpfalz. Selbst bei 15- bis 20-jährigen Laufzeiten von Immobilienkrediten stehe beim Zinssatz inzwischen "eine Eins vor dem Komma".

Rendite von 6,55 Prozent


"Dies ist natürlich toll für den Investor, treibt aber die Immobilienpreise", meint Andreas Scheibl, zuständig für Private Banking und das Wealth-Management (ab 500 000 Euro Anlagevermögen) in Bayern-Nord. Im Raum Amberg-Weiden seien vor allem Einfamilienhäuser gefragt. Bei Beratungsgesprächen werden per Video die Immobilien-Finanzierungs-Spezialisten zugeschaltet.

Bei weitgehender Null-Verzinsung (0,08 Prozent auf das Sparbuch) spielen Aktien bei der Geldanlage wieder eine "deutliche größere Rolle". Vor diesem Hintergrund erlebt die HVB einen "signifikanten Anstieg des Beratungsbedarfs". Direktor Scheibl wirbt für ein "professionell gemanagtes, qualifiziertes Portfolio". So erzielte ein spezieller Fonds mit einem Aktienanteil von maximal 70 Prozent 2015 eine Rendite von 6,55 Prozent (nach Kosten). "Die Kunden suchen auch passive oder aktive Unternehmens-Beteiligungen."

Bei den Unternehmenskunden baute die Hypo-Vereinsbank vor allem das Auslandsgeschäft mit Währungssicherung u. a. aus. Leberl: "Auch die kleineren Mittelständler orientieren sich ins Ausland." Hier sei die HVB mit ihrem "International-Experts-Team" bestens aufgestellt.
Den Firmen in der Region geht es gut. Sie verfügen über schöne Liquidität.Direktor Peter Leberl, Leiter Niederlassung Mittelfranken/Oberpfalz
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