Landwirtschaftsschule Weiden
Landwirtschaft keine Sackgasse

"Wir haben Ihnen das Rüstzeug für den weiteren beruflichen Weg gegeben. Es liegt nun an Ihnen, es richtig einzusetzen", gab Schulleiter Dr. Siegfried Kiener den 24 Absolventen der Landwirtschaftsschule Weiden mit auf dem Weg.

Der 146. Studierendenjahrgang der Landwirtschaftsschule in Weiden verabschiedete 24 Studenten. Sie erhielten nach drei Semestern den Titel "Staatlich geprüfter Wirtschafter im Landbau". "Sie haben sich intensiv fortgebildet", anerkannte Kiener. Jetzt sei die Stunde zum Feiern. Täglich bewältigten die Studenten eine große Stoffmenge neben der Arbeit im Familienbetrieb. Kiener betonte, dass vor allem in einer Zeit, in der immer weniger Landwirte mehr Menschen ernährten, die Kombination aus Fachwissen, sozialen und ethischen Kenntnissen wichtig für die zukünftigen Betriebsleiter seien. Die Gesellschaft fordere besondere Leistungen von der Landwirtschaft: artgerechte Tierhaltung, ressourcenschonender Pflanzenbau, qualitative Nahrungsmittel und günstige Preise. "Landwirtschaft stellt keine Sackgasse dar, sondern eröffnet Chancen für eine erfolgreiche berufliche Karriere", ermutigte Kiener den Abschlussjahrgang.

Viele Potenziale


Diese Aussage unterstützte auch Festredner Klaus Schwab, Agrarreferent der Landvolkshochschule Feuerstein und Umweltbeauftragter der Erzdiozöse Bamberg. "Manche Leute reden von Problemen, ich nenne es Herausforderung", beschrieb er die Landwirtschaft im 21. Jahrhundert. Die Absolventen würden mit Welternährung, Bevölkerungswachstum, Energiehunger der Industriestaaten und dem Klimawandel konfrontiert sein. Der Redner wies dennoch auf die ungenutzten Potenziale hin.

In einer humorvollen Rückschau blickten die Semestersprecher Josef Marzi und Johannes Dietz auf die Schulzeit zurück: "Wir waren oft unterwegs und durften viele Betriebe kennenlernen. Wir können gar nicht alle aufzählen", lachte Marzi. Besonders hervorgehoben wurde der gute Zusammenhalt.

Die Übergabe der Zeugnisse übernahmen die Ehrengäste: Landtagsabgeordneter Tobias Reiß, Landrat Andreas Meier, Bürgermeister Ruppert Troppmann und Franz Kustner vom Bayerischen Bauernverband. Die Noten waren eine Überraschung, ebenso wie die Auszeichnungen für die Klassenbesten. Zweiter Semestersprecher Marzi freute sich: "Ich bin super erleichtert. Unter den besten Vier zu sein hätte ich nicht erwartet."

Gleich in den VLF


Bei der Feier wurde Abschlussschüler Mario Rößler mit dem Ehrenpreis für Milchviehhaltung ausgezeichnet. Günther Rosenstock, Vorsitzender der Kreisrinderzuchtgenossenschaft, übergab für den beispielhaften Betrieb Rößlers eine Auszeichnung und eine kleine Milchkuh. "Sie ist problemlos und pflegeleicht", sagte Rosenstock schmunzelnd.

Nach der Zeugnisübergabe wurden die 23 Studenten und eine Studentin in den Verband für landwirtschaftliche Fortbildung aufgenommen. Dies übernahmen Albert Gollwitzer vom VLF-Kreisverband Weiden und Wolfgang Wenisch für den Landkreis Tirschenreuth.
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