Letzter Tag der Jobaktiv-Messe
Tschechische Schüler füllen Max-Reger-Halle

Prominenz aus Tschechien, darunter Gewerkschaftschef Josef Středula und stellvertretender Regionspräsident Jiří Struček ( vordere Reihe 4. und 7. von links)sowie tschechische Schüler begrüßte Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger (6. von links) am dritten Tag der JOBAKTIV-Messe

Im Zeitalter der Digitalisierung muss sich auch das Bildungssystem stark verändern. Um das "Wie" drehte sich der Abschlusstag der Jobaktiv-Messe.

Aus- und Fortbildung im Zeitalter der vierten industriellen Revolution stand im Mittelpunkt des Jobaktiv-Finales. Wie bereits an den ersten Messetagen waren Mitveranstalter und Gäste aus Tschechien bei allen Programmpunkten beteiligt. Gleich am Vormittag begrüßte Arbeitsagenturchef Thomas Würdinger mehrere Hundert Schüler aus Tschechien in der Max-Reger-Halle. Zehn Busse waren erforderlich gewesen, um alle nach Weiden zu transportieren. Eröffnet wurde der Tag der Bildung dann mit Kurzvorträgen von Jirí Strucek, stellvertretender Regionspräsident für Sport und Tourismus. Strucek sprach davon, dass die begonnene vierte industrielle Revolution auch eine Bildungsrevolution nach sich ziehen müsste. Erstes positives Zeichen sei deutliche Zunahme von Studenten in technischen Fächern im Raum Pilsen.

Digitale OTH


Was bei der OTH Amberg-Weiden über das digitale Zeitalter gedacht wird, das erläuterte Dr. Wolfgang Weber. Der Leiter des OTH-Bereichs Hochschulentwicklung berichtete, dass "Arbeit mit digitalen Techniken längst fester Bestandteil der Hochschulausbildung" ist. Für ihn ist es vor allem die Jugend, von der die Revolutionierung der Arbeitswelt ausgehe. Dass das duale Studium im Zeitalter der Digitalisierung besonders gut auf die sich rasch verändernde Berufswelt vorbereitet, erläuterte Diplom-Volkswirtin Sabine Märtin, Leiterin von OTH-Professional. Praxisanteile und Theorie wechseln sich bei dieser Studienform laufend ab, so dass die Studenten in das digitale Zeitalter gut hineinwachsen könnten.

Wie spielerisch die Sprachen des Nachbarn gelernt werden kann, zeigte Sprachanimateurin Milada Vlachová. Dass der Mensch in der digitalen Welt nicht auf der Strecke bleiben darf, stellte aus gewerkschaftlicher Sicht Josef Stredula, Vorsitzendes des Böhmisch-Mährischen Gewerkschaftsbundes dar. Mit Stredula kam der oberste tschechische Gewerkschafter nach Weiden. Den DGB Bayern vertrat Abteilungsleiter Ludwig Maier.

Über die herausgehobene Rolle des E-Commerce im digitalen Zeitalter sprach OTH-Prof. Dr. Marco Nirschl. Wiederholen musste Microsoft-Manager seinen Vortrag vom ersten Messetag diesmal auch vor Schülern und Studenten. Zum Thema Bildung im digitalen Zeitalter sagte er: "Jetzt ist es an der Zeit, in die Mitarbeiter zu investieren."

Mit dem Verlauf der Jobaktiv-Messe zeigten sich die Veranstalter außerordentlich zufrieden. Im Mittelpunkt war das breit gefächerte Programm der Vorträge gestanden. "Wir haben sehr viel positives Feedback bekommen", stellte dazu stellvertretende Agenturchefin Claudia Wildenauer-Fischer fest.
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