Mitarbeiterrabatt wird für ATU zum Problem - Nur noch für Mitarbeiter der gewährenden Gesellschaft
ATU: "Mehrere Millionen Euro Schaden"

Rabatt auf Autoteile - auf diesen Vorteil müssen ATU-Mitarbeiter künftig verzichten. Archivbild: Steinbacher
Weil ATU seinen Mitarbeitern Personalrabatte gewährte, gibt es nun Ärger. In einem Schreiben, das an alle Mitarbeiter ging und unserer Zeitung vorliegt, ist von einem "Schaden in Höhe von mehreren Millionen Euro" die Rede. Konkret steht darin: "Leider erlaubt es der Gesetzgeber nicht, Mitarbeiter einer Unternehmensgruppe einheitlich zu behandeln. Der Personalrabatt in Höhe von 1080 Euro pro Jahr darf nur den Mitarbeitern gewährt werden, die auch in der Gesellschaft tätig sind, die die Rabatte gewährt."

Im konkreten Fall hätte es also ausschließlich Personalrabatte für die Filialmitarbeiter der ATU Auto-Teile-Unger GmbH und Co. KG geben dürfen. Nicht jedoch für Angestellte der folgenden Gesellschaften: Estato Umweltservice GmbH, ATU Auto-Teile Unger Logistik GmbH, AS GmbH und Agentur für Marketing, Werbung und Verkaufsförderung. "Die verfehlte Handhabung der Personalrabatte in den vergangenen Jahren hat für die deutschen Zentralgesellschaften sowie für die Auslandsgesellschaften zu einem Schaden in Höhe von mehreren Millionen Euro geführt, der nun gegenüber der Finanzverwaltung und den Rentenversicherungsträgern zu begleichen ist." Das Unternehmen zog laut dem Schreiben die Konsequenzen: "Um zukünftig eine derartige Schädigung des Unternehmens zu vermeiden, haben wir entschieden, den Personalrabatt dauerhaft abzuschaffen." Das gelte sowohl für die erwähnten Gesellschaften als auch die Auslandsgesellschaften.

Wie es dazu kam, dass Rabatte gewährt wurden, die es nicht hätte geben dürfen, ist unklar. Dr. Michael Schwenke, Pressesprecher am Bundesfinanzhof, versicherte, dass es bezüglich der Personalrabatte keine Gesetzesnovelle gegeben habe und die Sachlage im Einkommensteuergesetz geregelt sei. Das Finanzamt Weiden verwies, auf den Fall angesprochen, auf das Steuergeheimnis. ATU teilte auf Anfrage mit, das Thema nicht kommentieren zu wollen.
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