Neubau des Tierheimes in Weiden gescheitert - Grundstückssuche führt in den Landkreis Neustadt/WN
Tierheim Weiden auf der Kippe

Wird es bald in Weiden kein Tierheim mehr geben? Bisher scheiterte ein dringend nötiger Neubau auf dem eigenen Gelände. Erfolglos war auch die Suche nach einem anderen Grundstück im Bereich der Stadt. Jetzt zieht die Vorstandschaft des Tierschutzvereins in Erwägung, in den Landkreis Neustadt/WN auszusiedeln.

Durch Vermittlung von Landrat Andreas Meier ist auch schon ein 5000 Quadratmeter großes Grundstück in einer Gemeinde zehn Kilometer von Weiden entfernt angeboten worden. Dort wäre ein Neubau schnell und problemlos zu realisieren, berichtete Claudia Prößl, die Pressesprecherin des Landratsamts, bei der Jahreshauptversammlung am Freitag.

"Kirchturmdenken" dürfe keine Rolle spielen, sagte sie und erinnerte daran, dass der Name des Vereins Tierschutzverein Weiden "und Umgebung" laute. "Die Zeit drängt", stellte nicht nur Claudia Prößl fest. Auch Vorstandsmitglied Udo Junak berichtete, dass die derzeitige Situation im Tierheim nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspreche. Deshalb sei man gezwungen, anzubauen oder komplett neu zu bauen.

Weiden ist aufgerückt

Eine Baumaßnahme auf dem bestehenden Gelände und die Erweiterung der Freilaufflächen auf einem angrenzenden Waldstück wäre aber für die untergebrachten Tiere sowie die Mitarbeiter sehr belastend. Auch Robert Drechsel, der Wirt des Gasthauses "Zum Alten Schuster", wo die Jahreshauptversammlung stattfand, stellte fest, dass sich die Situation im Stadtteil Schustermooslohe geändert habe: "Weiden rückt dem Tierheim immer mehr auf die Pelle."

Claudia Prößl überbrachte die Grüße des Landrats und seiner Stellvertreterin Margit Kirzinger. Sie erinnerte, dass Meier im letzten Jahr mehrere namhafte Spenden dem Tierheim habe zukommen lassen. Eine davon - 2000 Euro von den Sparkassen - sei allein für die Kastration wilder Katzen verwendet worden. 35 von 38 Gemeinden des Landkreises führten die Fundtierpauschale von 50 Cent pro Einwohner an den Tierschutzverein ab, sagte Claudia Prößl weiter. Auch diesmal hatte sie einen Scheck von Landrat Meier dabei.

Schatzmeister Norbert Ziegler legte bei der Versammlung einen Kassenbericht vor, der Hoffnung gibt, dass das Projekt "Tierheim-Neubau" gestemmt werden kann. Es werde auf jeden Fall "nichts Protziges" gebaut, sagte Ziegler. Über 21 000 Euro fließe jährlich durch die Beiträge der 956 Mitglieder in die Kasse. (Seite 27)
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