Neue Verordnung: Kein leichtes Brot

Obermeister Wolfgang Schmid (rechts) zog in der Herbstversammlung Bilanz. Gemeinsam mit seinem Vorgänger Alois Spitzer (von links) zeichnete er verdiente Mitglieder und junge Meister aus: Nadja Dostler, Bernhard Buchner, Michaela Harrer, Konrad Bauer, Michael Arnold und Josef Bapst (Zweiter von rechts). Bild: R. Kreuzer

Dezember erlangt die europäische Lebensmittelinformations-Verordnung (LMIV) nahezu volle Gültigkeit - und stellt die Lebensmittelbranche vor große Herausforderungen. Die LMIV schreibt detailliert vor, wie Lebensmittel künftig zu kennzeichnen sind und legt neue Regeln für Werbung, Aufmachung und Fernabsatz fest.

Weiden. (kzr) Das erklärte Ziel sei mehr Klarheit bei Allergenen, Energie- und Nährwerten, Lebensmittelimitaten und der Herkunft des Produkts, erklärte Obermeister Wolfgang Schmid in der Herbstversammlung der Bäckerinnung. "Insbesondere bei der Produktetikettierung und Informationsweitergabe müssen neue Vorgaben erfüllt werden." Dabei seien noch einige Fragen zu klären wie: Wer ist davon betroffen? Welche Angaben sind Pflicht und wie sehen Regelungen für den Übergang aus? "Bisher ist immer noch nicht ganz klar, wie die Verordnung für unverpackte Produkte in der Bäckerei aussehen soll." Geschäftsführer Walter Beer von der Bäko hat zur besseren Handhabung eine Artikelliste vorgestellt. Damit könne jeder Bäcker seinen Rohstoff schnell finden und die Informationen schneller erhalten.

Schmid sprach auch den Mindestlohn von 8,50 Euro an, der ab 2015 gelte ebenso wie die genaue Arbeitszeiterfassung. Es sei an der Zeit gewesen, einen neuen Messestand mit dem Bäckersymbol für die Innung zu beschaffen. Gut besucht waren auch die Brotprüfung in der Regionalbibliothek und das öffentliche Stollenbacken mit abschließender Prüfung. Auch eine Schnupper-Aktion "Backen für Kinder" sollte helfen, vermehrt Nachwuchs im Bäckerberuf zu bekommen. Eine neue App der Bäckerinnung wurde installiert. Kurzberichte gaben Werbewart Florian Pappenberger und Lehrlingswart Andreas Brandstätter ab.

Den Goldenen Meisterbrief überreichte Schmid an Konrad Bauer aus Grafenwöhr und Bernhard Buchner aus Neusorg. Mit einem Wurstkorb gratulierte er beiden für 35 Jahre Tätigkeit im Handwerk.

In seiner Laudatio dankte Ehrenobermeister Alois Spitzer dem Bäckermeister Josef Babst aus Weiden: "Du gehst als Fachlehrer an der Berufsschule nun in den wohlverdienten Ruhestand. In all den Jahren hast du als besonnener und ausgeglichener Bäckermeister deine Einstellung zum Handwerk weitervermittelt und stets Hilfsbereitschaft bewiesen. Du hast die Interessen zwischen Berufsschule und Bäckerinnung immer in Einklang gebracht", sagte Spitzer und überreichte ein Geschenk.

Drei neue Meister

Weiter freute sich der Obermeister über drei frischgebackene Meister: Michaela Harrer aus Stulln, Nadja Dostler aus Friedenfels und Michael Arnold aus Neustadt erhielten das Innungsshirt als Anerkennung. Die Stollenprüfung ist am 9. Dezember.
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