OTH-Förderverein zieht Bilanz
Weiden ohne Hochschule unvorstellbar

Hohes Engagement für die Hochschule: Vorstand und Beirat des Fördervereins der Hochschule Weiden mit Vorsitzendem Rudolf Winter (Dritter von links) und OTH-Vertretern um Präsidentin Professor Dr. Andrea Klug (Sechste von rechts). Nächstes Jahr gibt es Neuwahlen beim Verein. Bild: Bühner

Die Pflichtaufgaben wie Vorstandsentlastung oder Rechnungsprüfung sind schnell abgehandelt. Einstimmig. In der Mitgliederversammlung des OTH-Fördervereins steht Wichtigeres im Mittelpunkt: eine Standortbestimmung der Hochschule.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Rudolf Winter, fasste es in einem Satz zusammen: "Die Stadt Weiden ist ohne ihre Hochschule nicht mehr vorstellbar." Und diese brauche Rückhalt und Unterstützung, "damit sie ihren erfolgreichen Weg fortsetzen kann". Der Förderverein wolle nicht nur die Themen "Akademisches Studium" und "Forschung" im Bewusstsein der Bevölkerung verankern, sondern auch finanziell helfen. 66 000 Euro flossen allein in diesem Jahr aus dem Vereinsbudget an die Hochschule. Es war die zweithöchste Summe dieser Art in der 26-jährigen Geschichte des Vereins.

Im Wettbewerb


Zurück zur Standortbestimmung der OTH: Präsidentin Professor Dr. Andrea Klug sprach von einer "stabil hohen Zahl von Erstsemestern" - aktuell waren es 902 Studienanfänger. Dennoch stehe auch die Hochschule Amberg-Weiden in Anbetracht der demografischen Entwicklung im Wettbewerb mit allen akademischen Bildungseinrichtungen. Die Hochschulpräsidentin erläuterte die Schwerpunkte, mit denen sich die OTH in diesen Wettbewerb begibt. Das Angebot an Vorkursen, Informationsmöglichkeiten und studienbegleitenden Unterstützungen sei ausgebaut worden. Darunter sind Lernwerkstätten oder der Workshop-Tag "Fit ins Studium", bei dem es um Zeitmanagement, Lernmethoden, wissenschaftliches Arbeiten und Literaturrecherche geht.

Klug berichtete ferner von der Einrichtung des neuen Bachelor-Studiengangs "Industrie 4. 0 Informatik" sowie von vier neuen Masterstudiengängen, darunter drei in berufsbegleitender Form. Besonders wichtig ist für die Hochschulpräsidentin "die Verzahnung von beruflicher Ausbildung und einem Hochschulstudium". Von Seiten der Hochschule gebe es Anrechnungsmöglichkeiten für Teile der praktischen Ausbildung. "Wir bräuchten dies auch umgekehrt für Studienabbrecher." Als weitere wichtige Schwerpunktmaßnahmen nannte sie den bevorstehenden Abschluss eines Qualitätsaudits, das die OTH voraussichtlich als erste Hochschule in Bayern erhalte. Als neue Dozenten an der OTH in Weiden stellten sich Dr. Julia Heigl für das Lehrgebiet "Investitionsgütermarketing und Interkulturelles Management" sowie Dr. Marc Hainke für "Technische Mechanik und Entwicklung" vor.

Stolze SummeInsgesamt unterstützte der Förderverein seit seiner Gründung Maßnahmen an der Hochschule mit 671 000 Euro. Mitgliedsbeiträge sind neben Spenden die Haupteinnahmequelle. Schatzmeister Ludwig Zitzmann zeigte den Vereinsmitgliedern die lange Liste der Förderaktivitäten aus dem vergangenen Berichtsjahr. Sie enthält unter anderem Zuschüsse von jeweils 15 000 Euro für Internationalisierungsbemühungen der OTH und zur Unterstützung ihres Instituts für Nachhaltigkeit. Mit 14 400 Euro wurden 14 Deutschlandstipendien unterstützt. (sbü)
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