OTH und die Wiesauer Schule für Hotel- und Tourismusmanagement sorgen jetzt gemeinsam für mehr ...
Push für Tourismusmanager

OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug (sitzend links) und der Leiter der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement Wiesau, Dr. Wolfgang Eckstein, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. Mit dabei waren (stehend, von links) Sabine Märtin, die Leiterin von OTH Professional, OTH-Prof. Dr. Ralf Krämer, Landrat Wolfgang Lippert und André Putzlocher, Fachbetreuer der Tourismusschule. Bild: sbü

Alle sind sich einig: Um den Tourismus in der nördlichen Oberpfalz zu beleben, bedarf es qualifizierter Fachkräfte. OTH und die Wiesauer Schule für Hotel- und Tourismusmanagement wollen jetzt gemeinsam für mehr Qualität sorgen.

OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug und der Leiter des Staatlichen Berufsschulzentrums Wiesau, Dr. Wolfgang Eckstein, unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung über ein berufsbegleitendes Studium an der Schule für Hotel- und Tourismusmanagement. Ab sofort können deren Schüler ausbildungsbegleitend das OTH-Bachelorstudium Handels- und Dienstleistungsmanagement absolvieren. "Unsere jahrelange Zusammenarbeit wird durch diesen Vertrag vertieft", stellte Prof. Dr. Klug fest.

Guter Tag für die Region


Für Schulleiter Dr. Eckstein ist es "ein guter Tag für die Region". Gemeinsam sei der richtige Schritt begangen worden, "denn für unsere Schüler öffnet sich jetzt eine weitere Tür". Leistungsfähige Schüler hätten Möglichkeiten zur beruflichen Weiterqualifikation bisher nur anderswo, "sogar bis ins europäische Ausland", suchen müssen, erklärte er.

Als Sachaufwandsträger betonte der Tirschenreuther Landrat Wolfgang Lippert, das berufsbegleitende Studium sei "ein Beispiel für den Wissenstransfer und eine wichtige Hilfe, junge Menschen in der Region zu halten". Lippert sieht darin auch "eine große Chance, den Tourismus in der Region voranzubringen".

Vorbereitet hatten den Kooperationsvertrag Sabine Märtin, Leiterin von OTH Professional, sowie Prof. Dr. Ralf Krämer mit Fachbetreuer André Putzlocher von der Tourismusschule Wiesau. Sie erläuterten die Einzelheiten des Studienganges. So konnte erreicht werden, dass die Ausbildung an der Schule in Wiesau im Studienfach Handels- und Dienstleistungsmanagement mit bis zu 75 der für das Gesamtstudium erforderlichen 210 ECTS-Punkten angerechnet werden könne. Wer also in Wiesau beispielsweise die Fächer Rechtskunde oder Fremdsprachen gelernt habe, müsse dies nicht erneut an der OTH wiederholen.

Mit und ohne Abitur


Von besonderem Gewicht dabei sind auch die Betriebspraktika an der Tourismusschule, die als Praxisphase im Studium angerechnet werden könnten. Zwei Gruppen von Studierenden werden von der Kooperationsvereinbarung erfasst: Wer bereits zu Beginn der Ausbildung an der Tourismusschule die Studienberechtigung besitzt, kann parallel das Studium an der OTH absolvieren. Wer diese am Ausbildungsende in Wiesau erwirbt, beginnt dann das Studium und profitiert von den Vorteil der Anrechnung von Ausbildungszeiten.

Fachbetreuer Putzlocher formulierte seine Begeisterung über das neue berufsbegleitende Studium mit dem Satz "die Branche Tourismus hat oft die leistungsfähigsten Kräfte verloren, für mich ist dies ein glücklicher Tag". Und er sprach auch davon, dass "die Ressourcenverschwendung jetzt aufhört", weil bisher Absolventen aus Wiesau in einem Studium in den ersten vier Studiensemestern viele Lerninhalte sich zum zweiten Mal anhören mussten.
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