OTH Weiden: Festanstellung von 28 Absolventen
Schon 28 Absolventen geholt

Zum Branchendialog an der OTH Weiden begrüßten Dekan Prof. Dr. Franz Magerl (2.v.l.) und Professor Dr. Clemens Bulitta (rechts) dazu (von links) Thomas Fritsch von HT Labor Hospitaltechnik, Dr. Bernhard Schmitt von Gerresheimer, Dr. Barbara Hildebrandt von der Firma Amfora und Julian Denis von der Metropolregion Nürnberg. Bild: sbü

Dass sich Wirtschaft und Hochschule gegenseitig inspirieren, wurde wieder einmal bei einem sogenannten Branchendialog an der OTH in Weiden deutlich. Vor allem finden Studenten Praktikumsplätze, Themen für Bachelor- und Masterarbeiten und dann auch Arbeitsplätze in der Region. Den Beweis liefert die Firma Gerresheimer.

(sbü) 28 Absolventen der OTH Amberg-Weiden hätten seit 2009 dort eine Festanstellung erhalten, teilte Dr. Bernhard Schmitt, Technology-Manager des weltweit tätigen Unternehmens mit. Er und andere Unternehmensvertreter waren zum "Branchendialog des Medical Valley der Metropolregion Nürnberg" nach Weiden gekommen.

Eine lange Liste

Gerresheimer zählt zu den Großen in der Medizintechnik-Branche. Nicht weit weg von Weiden und Amberg, in Pfreimd und Wackersdorf, gibt es große Niederlassungen. "Die Zusammenarbeit mit der OTH ist ein großer Gewinn für uns", bekennt Dr. Schmitt gerne. Das Beispiel seines Unternehmens ist exemplarisch für die Partnerschaft von OTH und Wirtschaft, damit auch für die Praxisorientierung. Lang ist die Liste der Felder der Zusammenarbeit. Sie beginnt bei Praxissemestern der Studenten im Betrieb, geht über nutzerorientierte Themen von Bachelor- und Masterarbeiten bis hin zur Einmündung der Absolventen auf Arbeitsplätze. Im Mittelpunkt stehen aber auch die Forschungskooperationen.

Gerresheimer hat zum Beispiel eine große Produktpalette medizinischer Produkte. In Pfreimd werden Inhalatoren, Insulin-Pens und nadellose Spritzensysteme produziert. Im Reinraumlabor an der OTH kann dies getestet und wissenschaftlich weiterentwickelt werden. Auch viele andere Unternehmen arbeiten eng mit der OTH Weiden zusammen. Im Branchendialog wurden zwei weitere vorgestellt. Zunächst die HAT Labor & Hospitaltechnik aus Heideck durch Vorstand Thomas Fritsch. Sein Unternehmen entwickelt Raumsysteme für Kliniken oder Labore. Auch der OP-Simulations-Raum an der OTH in Weiden sowie Raumsysteme am Klinikum Weiden stammen von diesem Unternehmen. "Die Hochschule bietet die ideale Plattform zum Test und zur Weiterentwicklung von einzelnen Systemelementen", versichern übereinstimmend Fritsch und der Leiter des Studienganges Medizintechnik, OTH-Professor Dr. Clemens Bulitta.

Schnelltest für Sauberkeit

Auf besonders großes Interesse im fachkundlichen Besucherpublikum stieß ein ganz kleines Produkt. "Clean-Card" nennt es sich und wird von der Firma Amfora aus Freystadt bei Neumarkt produziert. Ursprünglich entwickelt für den Lebensmittelbereich, könne damit auch in der Medizin ein Schnelltest für Sauberkeit von Anlagen und Geräten durchgeführt werden, erläuterte Dr. Barbara Hildebrandt. Weite Anwendungsfelder in der Krankenhaushygiene könnten sich damit erschließen.

Fast nur in Daumengröße misst die "Clean-Card" mit Farben und Smilies, was das Auge nicht sieht. "Eine ordnungsgemäße Reinigung liegt dann vor, wenn weniger als 50 Mikrogramm Proteine oder Desinfektionsmittel-Reste pro Quadrat-Zentimeter gemessen werden." Auf die Frage, ob auch die Hausfrau die "Clean-Card" nutzen könne, wurde allerdings auf die nur einmalige Anwendung und den Preis von 2,50 Euro pro Karte verwiesen.
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