Peter Unger will größter Fahrradhändler in der Region werden
Von vier Rädern auf Zweiräder

MSA-Geschäftsführer Gerald Federl (links) und Einkaufsleiter Stefan Brunner wollen die Unternehmensstrategie nicht nur bei der Marktführerschaft für Quads belassen. Bilder: Fütterer (2)
 
Die elegant geschwungenen Konturen der großen Verkaufshalle zeichnen sich bereits ab. Die Eröffnung des neuen "Zweirad-Centers" ist im Frühjahr 2017 geplant.

Vor 35 Jahren nahm hier alles seinen Anfang. Diesmal nicht für vier Räder, sondern für zwei, baut Peter Unger sein ehemaliges Reifenlager zu einem großen Fahrrad-Center in der Region aus. Dabei setzt der Geschäftsmann stark auf das E-Bike.

Schon einmal - in den 80er Jahren (die Älteren erinnern sich) - verkaufte Unger neben Reifen auch Fahrräder. Davon führte das ehemalige Reifen-Lager Tausende im Depot. Schwiegersohn Gerald Federl verantwortet heute die Firma MSA im Weidener Industriegebiet Am Forst.

Was kaum bekannt ist: Als 100-prozentige Tochter der Unger-Unternehmensgruppe beliefert die MSA mit 65 Mitarbeitern mehr als 700 Fachhändler in ganz Deutschland. Und ist dabei der Marktführer für All-Terrain-Vehicles (ATV) und Quads der Marke Kymco aus Taiwan. Dem Vernehmen nach laufen derzeit Verhandlungen für den Vertrieb von zwei weiteren Motorrad-Marken für das Zweirad-Center. Bisher gehört hier Kawasaki zum "Portfolio".

Der die öffentliche Bühne meidende Peter Unger steckt derzeit einen Millionenbetrag in den Ausbau des ehemaligen Reifenlagers in ein Zweirad-Center: Mit einer Erweiterung der Verkaufsfläche von derzeit 450 auf 1200 Quadratmeter, zusätzlicher Bürofläche von 1050 Quadratmetern und einem 150 Quadratmeter großen Schulungsraum. Das Obergeschoss erhält dabei eine eigene "Kommunikationszone" mit freiem Blick in die riesige Verkaufshalle. Ihre Dimensionen erlauben eine "themenbezogene Gestaltung", einschließlich Zubehör. Dazu kommt das rund 5000 Quadratmeter fassende Lager für eine prompte Lieferung.

"Top-Qualität"


MSA-Geschäftsführer Gerald Federl und Einkaufsleiter Stefan Brunner sehen einen enormen Trend zum E-Bike: Sie erwarten, dass bis 2020 der jährliche Absatz von derzeit 500 000 auf 2 Millionen Exemplare in Deutschland steigt. Von dem erwarteten Boom wollen sie sich eine dicke Scheibe abschneiden. So soll die Auswahl bei den E-Bikes riesig sein, Mountainbikes eingeschlossen.

Mit der Eigenmarke "Trenoli" setzt MSA auf ein "vorteilhaftes Preis-Leistungs-Verhältnis bei einer Top-Qualität". Modernste Antriebs-Technologie von Bosch und Panasonic mit Lithium-Ionen-Akkus und qualifizierter Service seien selbstverständlich. Der Clou wird eine eigene, in den Kundenparkplatz integrierte Teststrecke sowohl auf Asphalt als auch im Gelände sein: "Auf dem Parcours kann dann der Kunde realitätsnah die E-Bikes ausprobieren", sagt Federl. Die Firma MSA verfügt für ihre Eigenmarke bei den E-Bikes über zwei Fertigungsstandorte in Taiwan und der EU. Auch das Design soll bis zur geplanten Eröffnung im Frühjahr 2017 nachhaltig aufgepeppt werden.

Bei der Biomasse-Heizungsanlage fokussieren sich die Bauherren mit Pellets auf den nachwachsenden, CO2-neutralen Brennstoff Holz. "Wir wollen mit dem neuen Zweirad-Center ein großer, Service-orientierter Händler für E-Bikes und Motorräder in der Region werden", gibt Peter Unger das zeitnahe Ziel vor.

Wir wollen mit dem neuen Zweirad-Center ein großer, Service-orientierter Händler für E-Bikes und Motorräder werden.Peter Unger
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