Post: Verdi ruft erneut zu Warnstreiks auf

Im festgefahrenen Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Gewerkschaft Verdi zu neuen Warnstreiks aufgerufen. Arbeitsniederlegungen ab der Nacht zum Donnerstag sollten unter anderem die Internationale Post am Flughafen Frankfurt treffen, eine Spezialniederlassung der Deutschen Post. Durch den Ausstand in Frankfurt werde sich die Abwicklung von rund einer Million Briefsendungen und etwa 9000 Paketsendungen aus dem gesamten Bundesgebiet ins Ausland verzögern, hieß es in der Mitteilung. Für diesen Samstag hat die Gewerkschaft die Postbeschäftigten in Weiden und Bayreuth zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

Der Warnstreik sei eine Reaktion darauf, dass in der dritten Verhandlungsrunde am 27. und 28. April in Siegburg kein Durchbruch erzielt wurde, so Verdi. Hintergrund des Tarifstreits ist der Aufbau eines flächendeckenden Netzes in der Paketzustellung. Dazu wurden 49 regionale Gesellschaften unter dem Dach der Posttochter DHL Delivery gegründet. Dort werden die Beschäftigten schlechter bezahlt als in der Muttergesellschaft. Die Post spricht von der Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze. Die Gewerkschaft sieht dagegen in dem Vorgehen des Konzerns eine Flucht aus dem Haustarifvertrag und einen Bruch tarifvertraglicher Vereinbarungen über das Verbot der Fremdvergabe im Bereich der Paketzustellung. Für den 8. und 9. Mai haben sich beide Seiten zu weiteren Verhandlungen verabredet.
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