"Radl-Checker" in Weiden: Kostenlose Reparatur von Fahrrädern
Damit's wieder rund läuft

Keine Angst - die "Radl-Checker" können jede Menge Arbeit schultern. Bei dem Arbeitsförderungs-Projekt reparieren sie die Drahtesel bedürftiger Bürger kostenlos. Bild: Götz

Ein Angebot für Menschen mit geringem Einkommen und ihre Kinder: Ab Montag können sie ihr Fahrrad kostenfrei reparieren lassen. Möglich macht's ein hochinteressantes Projekt in Weiden: "Radl-Checker".

Die Hindernisse des (Wieder-)Einstiegs in den Arbeitsmarkt sind vielfältig. Vor allem Menschen mit sogenannten "Einstiegshemmnissen" wie Alter, Vorbildung, Herkunft, gesundheitliche Einschränkungen oder Flexibilität erhalten immer weniger Chancen, sich am Arbeitsmarkt zu integrieren. Das Überbetriebliche Bildungszentrum in Ostbayern (ÜBZO) stellt sich diesem Trend entgegen und bietet eine praxisnahe berufliche Qualifikation. Inklusive der Möglichkeit, individuellen Fähigkeiten und Interessen zu erproben: in den Bereichen Fahrradtechnik, Lager, Handel, Recycling, Metall und EDV.

"Radl-Checker" wird durch das Bayerische Staatsministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Integration gefördert und läuft insgesamt drei Jahre. Pro Halbjahr sind ihm 15 Bildungskunden zugewiesen. Bei positivem Verlauf erhalten die Teilnehmer im Anschluss ein Jobangebot oder können in Absprache mit dem Kostenträger an einer zielführenden Weiterbildungs- oder Umschulungsmaßnahme teilnehmen. Auch die Vermittlung in einen Ausbildungsplatz bei jungen Teilnehmern ist denkbar. "Wir unterstützen diese Maßnahme mit rund 179 000 Euro aus Mitteln des Arbeitsmarktfonds", erklärt Bayerns Arbeitsministerin Emilia Müller.

Das Projekt startet am Montag, 24. November, in den Räumen der OWS, Zur Centralwerkstätte 11. Eigens für den "Radl-Checker" wurden die Räume renoviert und mit der notwendigen Ausstattung versehen. Vor allem Menschen mit geringem Einkommen und deren Kindern sollen ihre Räder kostenfrei reparieren lassen können. Lediglich die benötigten Teile müssten selbst beschafft werden. Neue, hochwertige oder -preisige Räder aller Art können nicht repariert werden: Der soziale Aspekt soll im Vordergrund stehen.

Menschen, deren Bedürftigkeit festgestellt wurde, können unter Umständen Fahrräder kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen, wenn es etwa die Mobilität hinsichtlich der Fahrten zur Arbeitsstätte erhöht. Das ÜBZO sucht daher alte und/oder reparaturbedürftige Fahrräder und Ersatzteile. Diese können kostenfrei in der Centralwerkstätte 11 abgegeben werden. Der Zustand der Fahrräder steht nicht im Vordergrund, Schrottteile können jedoch nicht verwendet werden. Das ÜBZO bittet um Mithilfe und das Engagement der Bevölkerung: Wenn Räder nicht mehr benötigt werden und auf dem Sperrmüll landen würden, können sie auch für den sozialen Zweck gespendet werden. In Einzelfällen können Bürger mit dem ÜBZO eine Abholung der Fahrräder vereinbaren. Anmeldung und Infos bei Maria Renner, Telefon 09605/919 94 68.
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