Rekord: 10 Prozent des Strombedarfs aus regenerativen Energien - dank Solaranlagen
Sonnenstrom lässt Weiden strahlen

Der Ausbau bei Photovoltaik stagniert. In Weiden liefern die Anlagen dennoch weiterhin mit Abstand die größte Menge an regenerativ erzeugtem Strom. Bild: Unger

Wie umweltfreundlich ist die Stadt Weiden? In der Sitzung des Hauptverwaltungs-, Umwelt- und Energiewendeausschusses (am Mittwoch ab 14.30 Uhr im Neuen Rathaus) wird die Verwaltung eine umfassende Bilanz vorlegen. Ein wichtiger Wert: Regenerative Energien decken rund 10 Prozent des Nettostrombedarfs (insgesamt 263 Gigawattstunden im Jahr 2014) in Weiden.

Diese 26,6 Gigawattstunden stellen einen neuen Höchstwert dar. Vor zehn Jahren - im Jahr 2005 - waren es erst 2,1. Nahezu verdoppelt auf 12,581 Tonnen hat sich seit 2010 die Einsparung an klimaschädlichem Kohlendioxid.

Wie die Verwaltung im Vorlagebericht ausführt, sind für den Weidener Stromverbrauch zu 62 Prozent Großkunden und Industrie, zu 35 Prozent Haushalte und Kleinverbraucher sowie zu 3 Prozent Elektroheizungen verantwortlich. Im langjährigen Vergleich ist der Gesamtverbrauch von 290 Gigawattstunden (Gwh) im Jahr 2014 ein durchschnittlicher Wert. Ausreißer gab es 2005 nach unten (267), 2010 (300,5) und 2011 (300,3) nach oben. Bei den regenerativen Energien scheint die Stadt auf einem guten Weg. Mit den 26,6 Gwh von regenerativ erzeugtem Strom seien "bereits ca. 35 Prozent des Ausbauziels von 77 GWh aus dem Jahr 2050 (...) erfüllt", heißt es im Bericht.

Photovoltaik führend

Obwohl der Ausbau von Photovoltaik stagniert, dominiert sie bei den Weidener Quellen von Erneuerbaren Energien nach wie vor deutlich. 946 Anlagen lieferten vergangenes Jahr 20 893 Megawattstunden. Auf Platz 2: die Kraft-Wärme-Kopplung, von denen es 34 Anlagen (Einspeiseleistung: 7452 Megawattstunden) gab - doppelt so viele wie im Vorjahr. Erwähnenswert noch die 3 Biomasse-Anlagen, die 4821 Megawattstunden Strom beisteuerten.

Bei den strombezogenen EEG-Quoten (Erneuerbare-Energien-Gesetz) bedeuten die 8 Prozent der Max-Reger-Stadt den Spitzenwert im Vergleich mit Regensburg (7 Prozent) und Amberg (5 Prozent). Deutlich bessere Werte bei Windkraft erzielen die Landkreise: zum Beispiel Neustadt 32, Tirschenreuth 40, Amberg-Sulzbach 44, Schwandorf 31 Prozent. Grund sind andere Voraussetzungen für Windkraft- und Biogasanlagen.
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