Rekordbesuch zum Jubiläum
Riesenandrang bei der 10. Ausbildungsmesse

Mehr geht kaum noch. Einen Andrang wie nie zuvor erlebte die 10. Ausbildungsmesse am Samstag. Schon vor der offiziellen Eröffnung waren Eltern und Schüler in die Halle geströmt. Staus vor den Ständen blieben nicht aus. Bilder: Bühner (2)
 
Von Abgeordneten bis zu Wirtschaftsvertretern: Viel Prominenz konnte Agenturchef Thomas Würdinger (vordere Reihe, Dritter von links) auf der 10. Ausbildungsmesse begrüßen.

Je größer der Nachwuchsmangel, desto wichtiger wird die Ausbildungsmesse. Längst sprengt sie die Dimensionen einer themenorientierten Schau. Derart große Besucherzahlen dürften bei einer Veranstaltung außerhalb des Freizeitbereichs selten sein.

Die offizielle Eröffnung der 10. Ausbildungsmesse durch Agenturchef Thomas Würdinger und Weidens Bürgermeister Lothar Höher war für 9 Uhr angesetzt. Doch weil für die Aussteller der Zugang offen sein musste, waren am Samstag schon erheblich früher die Schüler mit ihren Eltern in die Max-Reger-Halle geströmt. Wenige Minuten nach der Eröffnung kam es im oberen Stockwerk bereits zum ersten Besucherstau.

Weil es immer mehr freie Ausbildungsplätze gibt, wächst auch das Interesse bei den Schulabsolventen und ihren Eltern, die jeweils passende Ausbildung zu finden. Für die Betriebe galt es, durch einen möglichst attraktiv gestalteten Ausstellungsstand auch zum Lockvogel für Bewerber zu werden. "Wir wollen mit der Ausbildungsmesse ein Signal zur Wertschätzung der Ausbildung im dualen System geben und auf ein Gleichgewicht zwischen betrieblichen und schulischen Ausbildungen hinweisen", erklärte Würdinger in seiner Eröffnungsansprache.

Infos und mehr


Kaum war die Messe eröffnet, entwickelte sich reges Leben an den Ständen. Die meisten boten nicht nur Informationen, sondern luden auch zu Aktivitäten ein. Bei A.T.U gab es zum Beispiel "Carrerabahnfahren auf Zeit mit stündlicher Preisvergabe". Bei der Bäcker-Innung "Brezen und Knusperstangen backen". Der Schlörsaal war komplett mit Handwerksausstellern belegt. Ihn zu verlassen, ohne etwas Essbares zu genießen, war fast unmöglich. Besonders einfallsreich waren die Vereinigten Sparkassen im Landkreis: Wer die richtige Zahl der Sparkassenlogos in der gesamten Halle gefunden hatte (8), gewann einen Gutschein.

Pflichttermin für Politiker


Berufskundliche Vorträge durch Experten, Bewerbungsmappencheck und das Üben von Vorstellungsgesprächen mit den Wirtschaftsjunioren sowie die Kompetenz-Ralley des Bfz Weiden standen auf dem (Rahmen-)Programm. Für die meisten Bundestags- und Landtagsabgeordneten der Region war die Messe zu einem Pflichttermin geworden. Bürgermeister Lothar Höher kommentierte dies humorvoll mit dem Satz "Berlin und München sind handlungsunfähig geworden."

In ihren Statements lobten dann auch alle Abgeordneten und Vertreter aus der Politik das Ereignis. So MdB Albert Rupprecht ("Gleichwertigkeit beruflicher mit akademischer Bildung"), MdB Uli Grötsch ("Zeigen, wie stark die Region aufgestellt ist"), MdB Reiner Meier ("Zeichen an die Jugend"), MdL Annette Karl ("Die Messe hilft auch Klein- und Mittelbetrieben") und die stellvertretenden Landräte des Landkreises Neustadt/WN Albert Nickl ("Erfolgsgeschichte für Region") sowie des Landkreises Tirschenreuth Dr. Alfred Scheidler ("Bedeutung für die ganze Nordoberpfalz").

Ähnliches sagten auch die Kooperationspartner des Veranstalters. Florian Rieder für die IHK ("Gleichgewicht am Ausbildungsmarkt herstellen"), German Vogelsang für das Medienhaus "Der Neue Tag" ("Das massive politisches Aufgebot signalisiert Bedeutung"), Lothar Höher für Stadt Weiden ("In 10 Jahren 20-Jähriges"), Jürgen Spickenreuther für die Initiative Pro Ausbildung ("Wandel seit dem Messestart"), Joachim Behrend für die Kreishandwerkerschaft ("Handwerk mit Stolz präsentieren"), Michael Knauer für die HWK ("Zeigen, was es hier gibt") und Gerhard Ludwig für den Wirtschaftsclub Nordoberpfalz ("Investitionen auch für die Berufsschule").

108 AusstellerDa die meisten Betriebe der Region eine Teilnahme an der Ausbildungsmesse schon als Pflicht betrachten, ist die Veranstaltung auch längst zum Spiegelbild der einheimischen Wirtschaft geworden. 108 Firmen, Berufsfachschulen und Institutionen stellten am Samstag ihr Ausbildungsangebot vor. Noch viel mehr hätten es sein können, doch alle drei Etagen der Max-Reger-Halle waren frühzeitig ausgebucht. Zahlreichen weiteren Interessenten musste abgesagt werden. (sbü)
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