Schnuppern in deutschen Betrieben

Großer Andrang herrscht derzeit im Welcome Center und im Berufsinformationszentrum der Arbeitsagentur Weiden: Tschechische Schüler kommen hierher, um dann in Betrieben der Umgebung zu hospitieren. Dr. Marta Potuzniková, Leiterin des Welcome Centers (vordere Reihe, Zweite von links), begrüßt die Besucher. Bild: sbü

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Tschechien von Wirtschaft, Schulen und Arbeitsverwaltung wird immer enger. Die Arbeitsagentur Weiden startet jetzt mit ihren Partnern eine große Initiative.

(sbü) Noch ist es nur ein großes Projekt. Doch es ist auf Nachhaltigkeit angelegt. Die Arbeitsagentur Weiden organisiert beim Eures-Projekt Hospitationsbesuche tschechischer Schüler in Betrieben der nördlichen Oberpfalz.

Begonnen hat alles jetzt mit einem Besuch von 35 Schülern aus der Hotelfachschule Pilsen. Sie verbrachten einen Schnuppertag in den Hotels Admira und Stadtkrug, dem Restaurant und Café Die Villa sowie bei der Familienmetzgerei Hausner.

Auftakt in Weiden


"Dies ist nur der Auftakt für ein weiteres Besuchsprogramm", erklärt Dr. Marta Potuzniková, Leiterin des Welcome Centers der Arbeitsagentur Weiden. Weitere drei Schülergruppen werden noch im Oktober in Betrieben hospitieren. Sie kommen aus zwei Tachauer Schulen, dem dortigen Gymnasium und der Industrieberufsfachschule. Dabei stehen unter anderem ATU und Pilkington auf der Besuchsliste der Schüler. Die Schnuppertage werden ergänzt durch ein umfangreiches Informationsprogramm über den deutschen Arbeitsmarkt.

Arbeitsmarkt eine Einheit


Dass möglicherweise Teilnehmer des Programms eines Tages in deutschen Betrieben arbeiten werden, wird von allen Beteiligten durchaus erwünscht. So entwickle sich der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt immer mehr zu einer Einheit, betont Klaus Gredinger, Teamleiter bei der Arbeitsagentur Weiden.

Möglich wurde dieses Besuchsprogramm durch Fördermittel der Grenzpartnerschaft Eures. Seit ihrer Gründung im Jahre 2005 werden mit diesen Mitteln zahlreiche grenzüberschreitende Projekte gefördert. Mitglieder in dieser Partnerschaft sind die Arbeitsagenturen, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen, Hochschulen sowie andere Organisationen im Raum dies- und jenseits der Grenze

Eures-Fördermittel werden von der Europäischen Union bereitgestellt und müssen dort beantragt werden. Vergeben werden diese dann über die Bundesagentur für Arbeit.
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