Seerestaurant im Weiden am See nimmt Gestalt an
„Das Fritz“: Ein wichtiges Pfund

Auf gutes Gelingen: OB Kurt Seggewiß, Bürgermeister Lothar Höher, Bürgermeister und Weidener Ehrenbürger Wilhelm Schwartz stoßen mit Investor Martin Pfundner (von rechts) auf das Seerestaurant an. Bild: Wieder

Vor zwei Jahren geht das Projekt Sportplatz-Neubau in der Weidener Partnergemeinde gehörig daneben. Die Parteien sind zerstritten, und die See-Weidener erteilen Bürgermeister Wilhelm Schwartz eine Absage. Beim Bau des Seerestaurant wird nun vieles anders. Vor allem aber: Alles wird besser als erhofft.

Von Josef Johann Wieder

am See. Bei der Martini-Fahrt erhalten die Max-Reger-Städter einen ersten Vorgeschmack: Oberamtsrat Erwin Regner führt sie an die Baustelle, an der selbst am Wochenende gearbeitet wird. "Wir haben mit unserem Investor Glück", ist sich Regner sicher. Gefunden wurde die Familie Pfundner in einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren. "Was dann kam, war einfach phantastisch", schwärmt der Verwaltungsleiter der Partnergemeinde. Die Bürger, nach dem Volksentscheid zum Sportplatz zerstritten, konzentrierten sich in den Diskussionsabenden auf das Projekt. "Alle freuen sich darauf."

"Großartig" nennt Regner die Beteiligung an den vier Bürgerabenden. Alle Anregungen werden aufgenommen, die meisten davon sogar umgesetzt, das Konzept abgeändert. Prompt wirft der als Betreiber ausgewählte Wiener Großgastronom das Handtuch. "Alles ist gut geworden. Das Projekt ist bodenständig. Es passt zu uns. Das Betriebskonzept ist maßgeschneidert. Und: die Stimmung in der Gemeinde wieder gut." Auf Wunsch der Bürger verabschiedet sich Weiden am See von allen Bemühungen, die finanzkräftige Wiener Schickimicki-Gesellschaft an den See zu holen. Die ist schon mit der "Mole West" in Neusiedl bedient.

Der Anspruch, ein Haubenlokal zu etablieren, fällt. "Aber das Seerestaurant hat Haubenniveau." Das Gebäude wird kleiner ("Redimensionierung"), der Kanal breiter, die Marina sichelförmig und viel länger sowie durch die Forderungen von Natur- und Landschaftsschutz (der Neusiedler See ist Weltkulturerbe) teurer. "Die Kosten verdoppeln sich auf 6,6 Millionen Euro", bestätigt Investor Martin Pfundner, den die Weidener beim "Kellerschauen" treffen. Die Familie Pfundner ist im benachbarten Neusiedl zu Hause. Vater Fritz Pfundner etablierte überaus erfolgreich das erste Familien-Unternehmen im IT-Bereich in Österreich. Und: Die Familie besitzt in Weiden am See drei Häuser im Seepark.

Martin Pfundner gibt einen strikten Zeitplan vor. Das Seerestaurant, das über 28 Jahre Luis Rechberger gepachtet hatte, ließ er im September abräumen. Am Montag kamen die Betonmischer. Bis zum 18. Dezember soll der Rohbau stehen. Einweihung im Frühsommer. Ein eingängiger Name für das Seerestaurant war schnell gefunden. "Das Fritz": Eine Homage an die Elterngeneration, an Fritz Pfundner und an Fritz Tösch, der mit seinen beiden Töchtern Vera und Judith das Restaurant betreiben wird.
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