"Splendid Learning" in Weiden
Unterricht im digitalen Klassenzimmer

Lehrgangsteilnehmerin Helene Zitzmann (sitzend) lässt sich von den Besucherinnen nicht stören. Sie befindet sich im virtuellen Klassenzimmer. Zuschauerinnen sind (von links) bfz-Koordinatorin Sabine Dirnberger sowie die Beauftragte für Chancengleicheit bei der Agentur für Arbeit, Margot Salfetter, mit ihrer Kollegin, Rückkehrberaterin Susanne Hirmer. Bild: Bühner

Die Zeiten des "Frontal-Unterrichts" mit einem Lehrer und vielen Schülern ist vorbei. Die Digitalisierung ermöglicht völlig neue Unterrichtsformen. Ein Besuch im Beruflichen Fortbildungszentrum.

Das Zauberwort lautet "Splendid Learning": Im virtuellen Klassenzimmer büffeln Männer und Frauen, die möglicherweise Hunderte Kilometer voneinander entfernt sind. Ansonsten ist es ein ganz normaler Unterricht mit Lehrer und Lernmaterial. Die Schüler sprechen mit dem Lehrer und können diesen auch sehen. Das Ganze funktioniert über Konferenzschaltungen via Internet. "Splendid Learning" gibt es längst auch schon in Weiden. Zum Beispiel im Beruflichen Fortbildungszentrum (bfz). Beim Besuch von Margot Salfetter, der Beauftragten für Chancengleichheit der Arbeitsagentur Weiden, und Rückkehrberaterin Susanne Hirmer präsentiert bfz-Koordinatorin Sabine Dirnberger das Unterrichtssystem.

Lehrgangsteilnehmerin Helene Zitzmann absolviert gerade einen Kurs in Finanzbuchhaltung mit Lexware. Sie sitzt vor zwei Bildschirmen und stellt Fragen - wie im normalen Unterricht. Ihr Dozent befindet sich in Augsburg, die Mitschüler verstreut an vielen anderen Orten in Bayern. Derzeit laufen im bfz vier verschiedene Kurse dieser Art, seit Januar nahmen schon 30 Personen daran teil. Die Agenturvertreterinnen zeigen sich begeistert von dem neuen System. "Das ist absolut flexibel, kostengünstig und frauenfreundlich", stellt Salfetter fest.

Rückkehrberaterin Hirmer freut sich, Frauen auf diesem Weg eine familienfreundliche Möglichkeit zur Berufsrückkehr anbieten zu können. Die Kurse könnten in Vollzeit oder in Teilzeit absolviert werden. Beim individuellen Einstieg gebe es viel mehr Flexibilität als bei den traditionellen Fortbildungsformen. Auch für über 50-Jährige sei dieser Weg des Lernens absolut geeignet. bfz-Koordinatorin Dirnberger: "Frauen sind am Bildschirm nicht alleingelassen, es ist immer eine Lernprozessbegleiterin persönlich ansprechbar." Lernangebote gibt es in zahlreichen kaufmännischen Qualifizierungsbereichen, Einzelmodule sind individuell kombinierbar. Auskünfte erteilen beim bfz Sabine Dirnberger (0961/38948-43), bei der Arbeitsagentur Susanne Hirmer (0961/4092219) und Margot Salfetter (0961/4097610).
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