Staatssekretär Füracker und OTH-Präsident Bauer zum Mehrwert der Nordbayern-Initiative für die ...
Faktor zehn: OTH größerer Jobmotor als Behörden

Bild: Steinbacher
"Für unsere Hochschule gibt es fast nur noch inspirierende Tage", freut sich Erich Bauer, Präsident der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH), über die Serie positiver Meldungen. Am Josefi-Tag vergangenen Jahres sei die Entscheidung gefallen, dass die Hochschule zur Technischen Hochschule aufgewertet wird. Im August habe dann der Ministerrat entschieden, der OTH im Rahmen der Nordbayern-Initiative 13 Millionen Euro für fünf Leuchturmprojekte zur Verfügung zu stellen:


Förderung des OTH-Konzeptes zur Einrichtung Innovativer Lernorte (360 000 Euro).
Innovativer Lernort in Kooperation mit der Siemens AG in Kemnath, Schwerpunkt Medizintechnik und Mechatronik (240 000 Euro).
Aufbau eines Gesundheits- und Medizintechnik-Campus Oberpfalz in Verbund mit einem ostbayerischen Zentrum für Gesundheitsberufe der OTH Regensburg (1,5 Millionen Euro).
Ausbau des Amberger Technologie-Campus (600 000 Euro).
Fortsetzung des Technologie- und Wissenschaftsnetzwerks Oberpfalz (TWO) zwischen den OTH-Standorten Amberg-Weiden und Regensburg mit den Schwerpunkten Energie/Ressourcen und Medizintechnik (10,43 Millionen Euro).
Zusätzlich könne die OTH Amberg-Weiden als Filiale von Mitteln für den Aufbau eines Zentrums für Digitale Produktion in Nürnberg profitieren (33,8 Millionen Euro).

Fürackers Erfolgsszenario

Auch für Albert Füracker (CSU) gibt es fast nur gute Nachrichten zu verkünden. "Dass ein Oberpfälzer Staatssekretär im Finanzministerium ist, hat uns sehr geholfen", lobt Tobias Reiß, CSU-Landtagsabgeordneter aus Tirschenreuth, Söders vermutlich rechte Hand. "Ich bin froh, dass wir vor Ort so einen riesigen Erfolg auslösen", liefert Füracker das Echo zum Erfolgsszenario. "Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was wäre, wenn der Raum Amberg-Weiden keine solche Hochschullandschaft hätte."

Der OTH-Präsident illustriert mit Zahlen, was der Region ohne OTH fehlen würde: 320 Professoren und Mitarbeiter, 60 davon über Drittmittel finanziert - 100 neue Köpfe allein in 2012. Aus den beiden Technologiecampi in Amberg und Weiden, ATC und WTC, seien 1200 Arbeitsplätze hervorgegangen, und jährlich würden 37 neue Absolventen in der Region eine Tätigkeit aufnehmen.

Die Nordbayern-Initiative, die bis 2018 600 Millionen Euro für 56 Projekte zur Verfügung stelle, sei dabei eine Säule zur Stärkung von Wissenschaft und Wirtschaft. "Beim Breitbandausbau sind wir schon sehr weit", zählt Füracker auf, "den Aufschlag zur Behördenverlagerung haben wir eben gemacht." Apropos Behördenverlagerung: "Man könnte sagen", scherzt Bauer, "ein Jahr OTH bringt so viel wie zehn Jahre Behördenverlagerung." Womit er keinesfalls das Verlagerungskonzept des Heimatministeriums kleinreden möchte: "Je mehr Behörden, desto interessanter wird die Region auch für Familien - das ist eine positive Spirale."

SPD-Plan kein Hindernis

Dankbar ist der Präsident für die Frage, ob es Forschritte für eine gemeinsame Hochschule mit dem Bezirk Pilsen gebe: "Wir hatten bereits vor fünf Jahren alles dafür vorbereitet", holt Bauer einen dicken Stoß Papier aus seiner Tasche. "Nur kam die Idee damals von der SPD - das ist der Schriftwechsel von damals." Füracker muss nur kurz schlucken, dann beruhigt er: "Wir beraten im Zuge der Begutachtung ergebnisoffen, was man tun kann - wäre ja gelacht, wenn wir das nicht hinbringen würden."
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