Stadt und Bayernwerk gewinnen
Partnerschaft nach Tauziehen

Nach langem Tauziehen gelang eine einvernehmliche Lösung: Das Bayernwerk und die Stadtwerke Weiden sind in der Stromnetz Weiden GmbH Partner. Vor allem auch über den Erhalt der Arbeitsplätze freuen sich die Vertreter von CSU, CSA sowie des Bayernwerks. Bild: Kunz

Nach langem Tauziehen sind die Stadtwerke Weiden und die Bayernwerke Partner in der Stromnetz GmbH, die das Stromnetz in Weiden übernimmt. Die Aufteilung der kaufmännischen und der technischen Aufgaben schafft für Stadtwerke und Bayernwerk eine echte Win-Win-Situation, betont Alexander Radlbeck.

Der technische Standard in der Betriebsführung sei in Weiden langfristig gesichert, unterstrich Radlbeck, Leiter des Netzdienste-Bereichs Planung, Bau und Netzkundenbetreuung in der Nordoberpfalz. Er führte mit Katja Lindner, Netzbauleiterin und verantwortlich für das Bayernwerk-Netzcenter Weiden, die Vertreter der Christlich Sozialen Arbeitnehmer Union (CSA) und des CSU-Ortsverband Weiden-Ost durch das Haus.

CSA-Kreisvorsitzende Dagmar Nachtigall erinnerte mit Blick auf die Gründung der gemeinsamen Stromnetz Weiden zum 1. Januar daran, dass sich Arbeitnehmerunion und Gewerkschaft Verdi engagiert für den Erhalt der 100 Arbeitsplätze in Weiden eingesetzt hatten. Bürgermeister Lothar Höher unterstrich die erfolgreiche Anstrengung für eine gemeinsame Lösung. Stadtrat Hans Forster, CSU-Ortsvorsitzende von Weiden Ost, organisierte den Besuch.

Bayernwerk gefragt


Radlbeck erklärte die Rolle und die Aufgaben des Bayernwerks als Energienetzbetreiber. In der Verantwortung des Bayernwerks liege neben dem sicheren Betrieb auch die Instandhaltung, Optimierung und der Ausbau der Netze im Hoch-, Mittel- und Niederspannungsbereich.

Zur Geschichte des Unternehmens und der engen Verbindung zur Stadt Weiden sagte Radlbeck: "Wir sind als OBAG vor 100 Jahren nach Weiden gekommen. Nach der gesetzlich geforderten Umbenennung des Unternehmens sind wir seit 2013 als Bayernwerk zu unseren Wurzeln zurückgekehrt." Das Bayernwerk sei regional aufgestellt und als Betreiber des Strom-, Gas- und Straßenbeleuchtungsnetzes Partner von mehr als 1200 Kommunen in Bayern. Aktuell beschäftigt das Unternehmen rund 2800 Mitarbeiter, davon sind zehn Prozent Auszubildende. Das Bayernwerk ist als Verteilnetzbetreiber eine Tochter des EON-Konzerns.

Die Vorträge von Alexander Radlbeck und Katja Lindner zeigten das breitgefächerte Angebot des Netzbetreibers. In der Region stammen bereits 51 Prozent der eingespeisten Energie aus erneuerbarer Erzeugung. Diese Quote peile Bayern erst im Jahr 2030 an.

Arbeitsplätze erhalten


Bürgermeister Höher betonte, dass in Weiden das Zentrum der Oberpfälzer Stromversorgung liegt. CSU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Pausch freute sich auf eine gemeinsame Zukunft mit den Stadtwerken und dem Bayernwerk. "Wir haben in Weiden hochqualifizierte Arbeitsstellen durch unseren Einsatz erhalten."
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