Stadtwerke Weiden investieren kräftig
Zehn Millionen Euro im Paket

Der neue Erweiterungsbau (Mitte, links mit Flachdach) ermöglicht es den Stadtwerken, ihren Altbau grundlegend zu sanieren. Mittelfristig sollen auch die Werkstätten entlang der Bahn verlagert werden. In den großen Freiflächen werden noch Altlasten aus der Zeit der Koksvergasung vermutet. Luftbild: Ascherl
 
Im Jahr 2016 soll der Neubau des Wasserwerkes in Angriff genommen werden. Zunächst ist eine Million Euro im Wirtschaftsplan eingestellt. Die weiteren Arbeiten sichern auch die zwei Millionen Euro, die als Verpflichtungsermächtigung eingeplant sind. Bild: Hartl

Die Stadtwerke geben Gas, nicht nur in ihren Leitungen, sondern auch bei den Investitionen. Fast 10 Millionen Euro listet der Wirtschaftsplan für das Jahr 2016 auf. Die Vorbereitung für den Bau eines Wasserwerkes ist dabei nicht das einzige Zukunftsprojekt.

Von einem der größten Investitionsprogramme in der Geschichte der Stadtwerke sprechen Verwaltungsratsvorsitzender OB Kurt Seggewiß und Vorstand Johann Riedl. Dabei soll das geplante Jahresergebnis mit 469 000 Euro "im Rahmen der vergangenen Jahre bleiben". Allerdings ist beiden klar, dass der bisher warme Winter den Gasabsatz, der die wichtigste Rolle für das Jahresergebnis spielt, keineswegs ankurbelt. "Der Winter muss sich noch sputen", meint Riedl.

Umbau unter Betrieb


Mit einer Million Euro startet das Unternehmen in den Neubau des Wasserwerkes. Zudem sind zwei Millionen Euro als weitere Verpflichtungsermächtigung eingeplant, falls die Gelder schneller als erwartet benötigt werden.

Richtig rund geht's im neuen Jahr im Altbau des Verwaltungsgebäudes, der grundlegend, für zunächst 600 000 Euro, saniert werden muss. "Ein sportliches, ein schwieriges Projekt", meint Riedl. Schließlich laufen die Arbeiten "unter Betrieb".

Die Mitarbeiter haben mit Baulärm zu leben, immer mal die Etagen zu wechseln, um den Handwerkern Platz zu machen, die die Stockwerke teilweise entkernen und neue Raumzuschnitte schaffen. Die gesamte Verkabelung muss ausgetauscht werden, ebenso das Dach, das neu aufgesetzt wird. Die Mitarbeiter erhalten neue Sozialräume. Der Pavillon, der bis zum Sommer 2015 den Eingangsbereich bildete, wird abgetragen. "Der Erweiterungsbau mit dem neuen Kundencenter, immerhin ein Zwei-Millionen-Euro-Projekt, war wesentlich einfacher", urteilt Riedl.

Die Stadtwerke setzen verstärkt auf erneuerbare Energien. So ist eine 30 kW-Photovoltaik-Anlage vorgesehen. Im Untergeschoss installieren die Stadtwerke eine Brennstoffzelle, die auch Strom erzeugt und parallel zur Heizung läuft. "Wir wollen eigene Erfahrungen mit dieser Technik sammeln und auch aus der Praxis wissen, wovon wir reden, wenn wir unsere Kunden beraten."

Drei Millionen Miese


Fast 900 000 Euro wollen die Stadtwerke in eine effizientere Technik in der Hans-Schröpf-Arena und in der Thermenwelt investieren, obwohl auch dort wieder ein hohes Defizit von etwa drei Millionen Euro erwartet wird. Jeder Gast koste den Stadtwerken annähernd sechs Euro. "Wir machen das Machbare und liegen dabei gar nicht mal so schlecht, zumal wir weiterhin an Tariflöhnen festhalten", betont Riedl. Andere vergleichbare Einrichtungen zahlten bis zu zehn Euro je Besucher drauf. In der Thermenwelt wird unter anderem ein neues Blockheizkraftwerk sowie eine neue Chlorgasanlage eingebaut.

Weit in die Zukunft gedacht ist die Verlängerung der Gas- und Wasserleitungen im Weidingweg, die für knapp 900 000 Euro ausreichend dimensioniert werden, um später auch das geplante Industriegebiet Weiden West IV zu versorgen. Die Wasserleitung wird künftig auch nach Neunkirchen sowie zum Fichtenbühl verstärkt werden. Der Hochbehälter Neunkirchen ist zur Sanierung überfällig. Er soll aber mittelfristig aufgelöst werden.
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