Städtisches Personal: Verdi-Vertreter bei Seggewiß
"Ängste ernst nehmen"

Die Schulden drücken - was heißt das für die Beschäftigten der Kommune? Diese Frage diskutierten die Verdi-Vertreter Alexander Gröbner (rechts) und Kathrin Birner mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß. Bild: hfz
Kennenlernen vor ernstem Hintergrund: Kathrin Birner, Verdi-Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich Gemeinden, sprach bei ihrem ersten Treffen mit Oberbürgermeister Kurt Seggewiß über die Finanzen der Stadt. Mit dabei war auch der Geschäftsführer des Verdi-Bezirks Oberpfalz, Alexander Gröbner. Dieser erklärte: "Die Haushaltslage der Stadt ist sehr ernst zu nehmen. Aber es ist wichtig, auch die Stimmung der Beschäftigten, ihre Ängste und Befürchtungen im Hinblick auf die Haushaltskonsolidierung ernst zu nehmen."

Birner erkundigte sich zu den Hintergründen der Untersuchung des Kommunalen Prüfungsverbands und über den Zeithorizont für die Beschlussfassung des Stadtrats. Der Anstieg der Sozialleistungen sei im Hinblick auf den Haushalt besorgniserregend und "klar ist dabei auch, dass die finanzielle Schieflage der Stadt nicht von einem Personalüberhang herrührt", so Birner.

Es brauche eine Neuordnung der Kommunalfinanzen in Deutschland. Konzepte hierzu habe Verdi schon in die Debatte eingebracht. Seggewiß verwies in diesem Zusammenhang auf den Besuch des Verdi-Bundesvorsitzenden Frank Bsirske in Weiden: "Verdi und die Kommunen in diesem Land ziehen hier an einem Strang."

Bezogen auf den Haushalt der Stadt machte die Gewerkschaft deutlich, dass sie nun auf die Personalvertretung ebenso wie auf die Fraktionen zugehen werde. "Wir wollen hinhören, mit welchen Lösungsvorschlägen die Verantwortlichen die Lage verbessern wollen. Wir sind am Dialog interessiert und werden klar die Interessen der Beschäftigten vertreten", sagte Gröbner. Weder konzeptionsloser Stellenabbau, noch Haushaltssperren verbesserten die Situation - im Gegenteil.

Hoffnungsvoll stimmten die bisherigen Botschaften des Oberbürgermeisters zur Sozialverträglichkeit von Maßnahmen und zur Notwendigkeit, Beschäftigten beispielsweise nach langjähriger körperlicher Arbeit eine neue Perspektive zu bieten.
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