Unternehmen könnte 40 Arbeitsplätze verlagern
Protest bei Telekom

Bei der Telekom in der Oberen Bauscherstraße ist auch der Technische Service untergebracht - noch. Denn zumindest Teile könnten verlagert werden. Der Service hilft bei der Bereitstellung von Endgeräten sowie bei der Diagnose und Behebung von Fehlern. Der betroffene Innendienst kümmert sich unter anderem um die technischen Hotlines. Bild: Hartl
Bei der Telekom in Weiden stehen rund 40 Mitarbeiter vor einer ungewissen beruflichen Zukunft. Grund sind Planungen des Konzerns, den Innendienst des Technischen Services (TS) auf deutlich weniger Standorte als bisher zu konzentrieren. Die Verlagerungen sollen zwar laut Telekom keine Kündigungen oder Personalabbau zur Folge haben. Trotzdem meldet die Gewerkschaft Verdi Widerstand an und ruft für den heutigen Freitag, 12 Uhr, zu einer Protestkundgebung auf.

Ziel der Telekom ist es nach eigenen Angaben, die kleinteiligen Strukturen im TS aufzuheben und Servicequalität und Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Welche Standorte übrigbleiben werden, ist noch offen: In Gesprächen mit den Sozialpartnern darüber sind beide Seiten noch weit voneinander entfernt. Nach momentanem Stand würden in Bayern von derzeit 14 großen Standorten 4 verbleiben. Weiden ist nicht darunter. Die nächstgelegenen wären Bamberg und Regensburg. Ein Konzernsprecher betont auf NT-Anfrage, dass sich die Telekom in den Verhandlungen ohnehin schon bewegt habe. So sollten ursprünglich weniger Standorte übrigbleiben. Außerdem sei die Übergangszeit zur Umsetzung der Pläne auf zwei bis vier Jahre ausgeweitet worden. Damit hätten die Mitarbeiter Zeit, sich innerhalb des Konzerns umzuorientieren. Ohnehin werde jeder ein Angebot für eine Stelle an den verbleibenden Standorten bekommen.

Die Realität sehe allerdings anders aus, betont Verdi. Die Erfahrung zeige, dass bei solchen Verlagerungen weniger als die Hälfte der Kollegen das Angebot annehme, der Rest schmeiße hin, sagt Josef Schaumberger, Mitglied im Landesfachbereich Telekommunikation. Zumal die Anfahrtswege von Weiden zu den neuen Arbeitsplätzen viel zu weit wären. In einer Pressemitteilung unterstellt Verdi deshalb ein anderes Ziel hinter den Plänen: Personalabbau.
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