Vertreterversammlung der Sparda-Bank Ostbayern: weiter starke Zuwächsen
Sparda-Bank: Rekorde purzeln

Die Sparda-Bank Ostbayern schreibt weiter Erfolgsgeschichte. Seit 2002 glänzt die Genossenschaft mit starken Zuwächsen. 2014 knackte sie sogar zwei Rekordmarken.

Weiden. (ms) Vorstandsvorsitzender Georg Thurner präsentierte am Montag in der Vertreterversammlung in der Max-Reger-Halle zusammen mit seinen Kollegen Michael Gruber und Johannes Lechner das Geschäftsergebnis. "Die Sparda-Bank begeistert auch in Krisenzeiten", sagte Thurner. "Seit der Bankenkrise steigen die Linien besonders."

Fast 6000 Neukunden, die 100 000-Mitglieder-Marke übersprungen, die mitgliederstärkste Bank Ostbayerns und das Kreditinstitut mit dem höchsten Zufriedenheitsgrad - diese Superlative hörten die 102 Vertreter gern. Die Bilanzsumme kletterte um fast sieben Prozent oder 137,6 Millionen Euro auf 2,12 Milliarden. Somit wurde 2014 die Zwei-Milliarden-Marke überschritten.

Sparen Charaktersache

"Die Kunden reißen uns die Kredite aus der Hand", fuhr Thurner fort. Die Konsequenz: Das Kreditgeschäft stieg um 5,85 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Vor allem die rege Nachfrage zur Finanzierung privat genutzten Wohneigentums sei dafür ausschlaggebend. 2500 Familien oder Einzelpersonen konnte die Sparda-Bank zu eigenen vier Wänden verhelfen.

Obwohl die Zinsen stark gesunken seien und so keinen Anreiz böten, kletterten die Kundeneinlagen um 6,85 Prozent oder 121,3 Millionen Euro auf 1,89 Milliarden Euro. "Weil sparen in Ostbayern wohl Charaktersache ist". Es gehe nicht nur um Rendite, so Thurner.

Selbst in der Niedrigzinszeit steigerte die Genossenschaft den Zinsüberschuss um 3 Prozent (1 Million Euro) auf fast 37 Millionen Euro. Ein Problem stelle dagegen der Verwaltungsaufwand dar (plus 5,1 Prozent).

Die "Sparda" mit 240 Mitarbeitern zahlte im vergangenen Jahr 4,4 Millionen Euro Steuern und weist einen Bilanzgewinn von 3,5 Millionen Euro aus. "Wir haben nahezu keine Abschreibungen auf Kundenforderungen", freute sich der Vorstandschef. Thurner: "Wir können unser Eigenkapital erhöhen, unsere Rücklagen verstärken und den Mitgliedern eine Dividende von drei Prozent überweisen."

Weniger Schalter

Eine Herausforderung sehen die Banker in der rasant voranschreitenden Digitalisierung. 60 Prozent der Girokontennutzer hätten einen Online-Zugang, 100 Prozent nutzten technische Einrichtungen. Wie sieht die Filiale der Zukunft aus? "Weniger Schalter, mehr Beratungszimmer, weiterhin Menschen, deutlich mehr Technik und Bequemlichkeit", schilderte der Manager, der auf die hohe Eigenkapitalausstattung stolz ist. Investiert werde heuer in die Filialen Neutraubling und Burglengenfeld, in technische Neuerungen "Omnikanal" und in die angepeilte Videoberatung.

Unter der Leitung des Verwaltungsratsvorsitzenden Franz Pell aus Landshut, der ebenfalls von einem "herausragenden Ergebnis" sprach, brachte das Gremium die Regularien über die Bühne und entlastete Vorstand und Aufsichtsrat. Die Aufsichtsräte Franz Pell und Georg Kraus (Osterhofen) wurden wiedergewählt. Für Walter Karr (Postbauer-Heng), der nicht mehr antrat, rückt Dr. Sabine Mühlbauer (Regensburg) nach. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß dankte der Sparda-Bank dafür, dass sie sich immer zum Standort Weiden bekannt hat. Sie sei eine verlässliche Stütze für die Menschen in der Region, ein seriöser und kompetenter Partner, der sich für die Entwicklung der Oberpfalz einsetze. Das drücke sich nicht nur im guten Ruf aus, sondern auch in Zahlen. Seggewiß durfte einen 1000-Euro-Scheck entgegennehmen.

Menschenwürdig leben

Die Festrede hielt Dr. Hermann Scheuerer-Englisch, Leiter der Erziehungs-, Jugend und Familienbetreuung der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg. Er begeisterte die Zuhörer mit seinen Ausführungen zum Thema "Menschenwürdig leben und arbeiten in der modernen Gesellschaft".
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