Vorstände und Aufsichtsräte schmieden „Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG“
Jetzt liegt Fusion in Händen der Mitglieder

"Die Fusion macht alle drei Banken zu einem noch leistungsfähigeren Kraftwerk." Zitat: Rudolf Winter

Weiden/Tirschenreuth. Die geplatzten "Fern-Ehen" mit der Volks- und Raiffeisenbank Amberg und der Raiffeisenbank im Naabtal gehören der Vergangenheit an. Die "Vernunft"-Heirat zwischen der Volksbank Nordoberpfalz, der Raiffeisenbank Weiden und der Raiffeisenbank im Stiftland soll faktisch bereits zum 9. September 2017 vollzogen werden. Einstimmig billigten die jeweiligen Aufsichtsratsgremien den Kooperationsvertrag und das Unternehmenskonzept. Eine 75-prozentige Zustimmung der drei Vertreterversammlungen im Juni nächsten Jahres vorausgesetzt, entsteht mit 2,5 Milliarden Euro Bilanzsumme die mit Abstand größte Volks- und Raiffeisenbank der gesamten Oberpfalz.

"Der Zusammenschluss ist auf einem sehr guten Weg. Wir liegen mit den gesteckten Zielen voll im Zeitplan", erklärte der designierte Vorstandssprecher der "Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG", Rudolf Winter. Juristischer Sitz soll Weiden werden. Auch der Domain-Name steht schon fest: vr-nopf.de

Die "Fusion auf Augenhöhe" verursacht einmalige Kosten in Millionenhöhe. Allein der Fiskus verdient dabei mit einer 3,5-prozentigen Grundsteuer auf alle Immobilienwerte "sehr ordentlich. Dagegen stehen - jährliche - Millionen-Einsparungen bei den Sach- und Regulierungskosten. Bei einer Pressekonferenz am Freitag zum Stand der Fusionsverhandlungen bekräftigte der Vorstand der Raiffeisenbank im Stiftland, Thomas Wirth, dass es unter den mehr als 700 Beschäftigten keine Kündigungen geben werde: "Doch wir nutzen die Chancen aus Fluktuation und Ruhestand zu Personalanpassungen." "Es ist besser, einer starken Gemeinschaft anzugehören, als alleine zu bleiben", sagte der Vorstandssprecher der Raiffeisenbank Weiden, Hermann Ott. Die fusionierte Bank will in allen Geschäftsbereichen deutlich wachsen, wobei Digitalisierung, Spezialisierung der Mitarbeiter sowie Beratungskompetenz einen zentralen Stellenwert einnehmen.

Eine besondere Bedeutung kommt - gerade in der Niedrigzinsphase mit deutlich weniger Gewinn aus der Zinsspanne - den 50 Millionen Euro Jahresumsatz aus dem Warengeschäft im Stiftland zu (dem drittgrößten in Bayern). Ott und Wirth sehen im Wirtschaftsraum mit Westböhmen "gewaltige Potenziale". Die Raiffeisenbank im Stiftland unterhält in Eger, Plana, Marienbad und Pilsen vier florierende Filialen. Ott: "Die neue Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG fördert die wirtschaftliche Entwicklung der Region und übernimmt gesellschaftliche Verantwortung."

Die Fusion macht alle drei Banken zu einem noch leistungsfähigeren Kraftwerk.Rudolf Winter
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