Vorstand der Volksbank Nordoberpfalz informiert Vertreter über neue Strategien – Partner zu Gast
3er-Fusion aus der Position der Stärke

Mittendrin statt nur dabei: Mit Thomas Wirth und Josef Strauß (Zweiter und Dritter von links) besuchten die Vorstände der Raiffeisenbank im Stiftland die Vertreterversammlung der Volksbank. Auch die Vorstände der Raiffeisenbank Weiden, Hermann Ott und Bernhard Wolf (von rechts), kamen in die Max-Reger-Halle. Bild: Wieder

Eine kleine Satzungsänderung öffnet der Volksbank Nordoberpfalz die Tür zu neuen Geschäftsfeldern: Mit dem Kauf und Verkauf von Immobilien und von Anlagen zur Energiegewinnung sowie deren Vermietung und Verwaltung soll zusätzliches Geld verdient werden. Noch wichtiger ist aber der Schritt, der sorgfältig vorbereitet und im nächsten Jahr getan wird: die Fusion mit der Raiffeisenbank Weiden und der Raiffeisenbank im Stiftland - mit dann über 50 Filialen, 740 Mitarbeitern und rund 115 000 Kunden.

Die Vorstände beider Bankhäuser nahmen am Mittwochabend bereits an der Vertreterversammlung der Volksbank teil. Natürlich am Tisch der Ehrengäste begrüßte Vorstandssprecher Rudolf Winter die Vorstände Hermann Ott und Bernhard Wolf von der Raiffeisenbank Weiden sowie Thomas Wirth und Josef Strauß von der Raiffeisenbank im Stiftland.

Die langanhaltenden niedrigen Zinsen führten im Geschäftsmodell einer Regionalbank zu einem erheblichen Druck auf die Zinsspanne, verdeutlichte Winter. "Je länger diese Phase dauert, desto größere Veränderungen sind in den Geschäftsmodellen vorzunehmen, weil die bisherige Ertragsgrundlage abhandengekommen ist und nach derzeitigen Einschätzungen auch nicht rechtzeitig wiederkommt." Es müssten Prozesse rationalisiert und Beratungen dort angeboten werden, wo eine Genossenschaftsbank auch etwas verdiene. Unverändert gelte aber die Zielsetzung, dass die Volksbank für Kunden und Mitglieder wahrnehmbar und erreichbar ist und damit nicht austauschbar wird. Auch deshalb habe die Volksbank Fusionsverhandlungen mit der Raiffeisenbank Weiden und der Raiffeisenbank im Stiftland aufgenommen. "Alle beteiligten Häuser stehen auf wirtschaftlich gesunden Fundament mit ähnlicher geschäftspolitischer Ausrichtung", so Winter. Das Trio fusioniere aus einer Position der Stärke.

Die Verschmelzung gelte zum Januar 2017. Eine Bündelung der Kräfte stelle die strategisch richtige Antwort auf die Herausforderungen dar. Gemeinsam werde es leichter fallen, individuellere Angebote und Beratungsleistungen weiterzuentwickeln und technische Innovationen zügiger umzusetzen. Ein wichtiges Ziel der Fusion stelle der Erhalt der Kundennähe dar. Es werde auf persönlichen Service, qualifizierte Beratung und schnelle Entscheidungen vor Ort gesetzt. "Vertraute Ansprechpartner bleiben erhalten." Für die Mitarbeiter entstehe ein attraktiverer Arbeitgeber mit interessanten beruflichen Perspektiven. "Fusionsbedingt werden keine Mitarbeiter entlassen", versicherte Winter.
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