"Weitere Mittel für Dachsanierung am ""Elly-Heuss-Gymnasium"" nötig"
Schimmel in Schule

Das Elly-Heuss-Gymnasium hat Probleme mit seinen Flachdächern. Eine Sanierung zieht die nächste nach sich. Archivbild: Steinbacher
Für Roland Richter hatte das Thema exemplarischen Charakter: Es verdeutliche, weshalb die Stadt so strikt sparen muss. Denn die Sanierung des Flachdachs des Elly-Heuss-Gymnasiums gestaltet sich komplizierter als zunächst vermutet. Insgesamt 413 000 Euro - etwa 120 000 Euro mehr als eingeplant - verschlingt die Maßnahme. Und die ist für Richter eben ein Muss, wie er im Finanzausschuss erklärte: "Eine Schule, in die es reinregnet, ist eine Katastrophe. Das will ich nicht akzeptieren."

Bereits seit 2013 laufen die Sanierungsmaßnahmen, die auch eine Erneuerung der Elektroinstallation auf den Dächern nötig machten. Wie Kämmerin Cornelia Taubmann berichtete, war es auf dem Hauptdach zu unvorhersehbaren Komplikationen gekommen. Zusätzlich verursachten in den Sommerferien Leckstellen der Putzbalkone größere Probleme. Sie führten zu Undichtigkeiten im Kellergeschoss - und innerhalb kürzester Zeit zu Schimmel in Klassenräumen. Die Ausbesserungsarbeiten laufen noch. Laut Taubmann können Restmittel aus anderen Maßnahmen (Sanierungen Rehbühlschule und Parkdeck Naabwiesen) die Mehrkosten decken.

Dennoch belegte Richter mit diesem Beispiel die generelle Notwendigkeit, "Mittel vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt umzusteuern". Wolfgang Pausch (CSU) pflichtete uneingeschränkt bei: "Wenn wir nichts tun, wird es noch teurer in den nächsten Jahren." Niemandem mache es Spaß, bei Einrichtungen wie der Regionalbibliothek einzugreifen. "Aber es ist notwendig, um die Pflichtleistungen noch zu schaffen."
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