Wichtige Entscheidungen stehen an
Stadtgalerie startet

Die Pumpen sind dabei, das Grundwasser-Problem zu lösen. Noch in dieser Woche beginnt Zechbau mit der Baustellen-Einrichtung. Bild: Schönberger

Schichtwechsel auf der Baustelle der Stadtgalerie. Der Aushub ist draußen. Die Vermesser nehmen nun nochmals Maß, und dann kommt die Baufirma, die schon im Frühsommer den Auftrag erhielt. Hinzu kommen weitere wichtige Termine in Weiden, München und Regensburg.

Die Pumpen laufen immer noch auf Hochtouren. Sie saugen das Grundwasser aus der Grube. Die Baustelleneinrichtung folgt in den nächsten Tagen. Zunächst wird die Firma Zechbau die Kran-Fundamente gießen. Das Unternehmen mit Zentrale in Bremen ist bundesweit tätig. Das Projekt der Fondara in Weiden wird von der Niederlassung in Nürnberg betreut.

Eine juristische Hürde muss die Stadtgalerie am 18. Oktober in München nehmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof verhandelt ab 14 Uhr über die Normenkontrollklage von Rechtsanwalt Dr. Burkhard Schulze (siehe Bericht links). Als "praktisches Ziel" verfolgt der Weidener Jurist die Reduzierung des Stadtgalerie-Parkdeckes "um ein volles Stockwerk". Richtungsweisend wird der Spruch des Verwaltungsgerichtshofes vermutlich auch für das Verfahren sein, das vor dem Verwaltungsgericht Regensburg anhängig ist und dessen Entscheidung bisher vertagt ist.

Nochmals verschoben und nun für den 25. November terminiert ist die offizielle Grundsteinlegung. Fondara will sich dabei als guter Gastgeber zeigen und die geladenen Gäste bereits auf eine fertig betonierte Gebäudesohle einladen. "Niemand soll im Dreck stehen müssen", meint dazu Projektbetreuer Philipp Hlousek. Gegen 11 Uhr soll das Fest beginnen, bei dem der offizielle Name der Stadtgalerie präsentiert wird.

Der am Macerata-Platz (vor dem Fondara-Bauzaun) aufgebaute Kran gehört nicht zur Stadtgalerie, sondern dient für Arbeiten auf dem Volksbank-Gebäude.

Aktuelle Webcam-Bilder von der Fondara-Baustelle
- Standort: Macerata-Platz, Volksbank
- Standort: Sedanstraße, Café Büttner

NormenkontrollklageGegen den Stadtgalerie-Bebauungsplan hat Rechtsanwalt Dr. Burkhard Schulze Normenkontrollklage zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof erhoben. Er vertritt damit die Interessen zweier Anlieger. Schulze beantragt, diesen Bebauungsplan Nummer 310 insofern für unwirksam zu erklären, als er den Bereich des Parkhauses betrifft. Das Parkdeck sei viergeschossig vorgesehen. Es erreiche im Treppenhaus eine Höhe von 17,85 Metern und überrage die umgebende Bebauung deutlich. Schulze rügt einen Verstoß des Abwägungsgebotes privater gegen öffentliche Interessen. Die Geschossflächenzahl werde um mehr als 50 Prozent überschritten. Das Parkdeck habe eine "erdrückende Wirkung".

Wie der Anwalt gegenüber dem NT erklärte, trage der Bebauungsplan die Handschrift des vom Investor beauftragten Architekturbüros. Der Stadtrat habe den Plan "lediglich durchgewinkt" und sich bei der Bewertung der Einwendungen 1:1 auf die Stellungnahmen des Investors berufen. Die Planung gehe von 12 200 Besuchern pro Tag aus. Es sei mit Lärm und Emissionen in nicht hinzunehmender Form zu rechnen. Auch die Verkehrssituation am Parkdeck sei in keiner Weise geklärt. (wd)
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