Wie teuer wird das neue Gewerbegebiet Weiden-West IV?
Der Preis ist heiß

Ein Entwurf mit Fragezeichen. Noch ist weder die Anbindung der Erschließungsspange in der Verlängerung der Dr.-Müller-Straße (rechts unten), noch die westlich Not-Einmündung in die B 470 (links) mit dem Staatlichen Bauamt geklärt. Die 40 Hektar Netto-Bauland sollen – je nach Bedarf – in vier Abschnitten erschlossen und verkauft werden. Skizze: GBI Herzogenaurach.

Auf die sieben Hektar Gewerbefläche hin zur Pressather Straße verzichtet die Stadt. Vorerst. Der Bebauungsplan für Weiden-West IV konzentriert sich auf die Areale ab Einmündung der Dr.-Müller-Straße stadtauswärts. Doch das ist nicht die einzige Neuerung, mit der Wolfgang Pausch bei der CSU-Fraktionssitzung aufwartete.

Erstmals zu sehen war am Montagabend der neueste Plan. Von dem ursprünglich vorgesehenen 100 großen Gewerbegebiet bleiben 40 Hektar Netto-Bauland, das tatsächlich bebaut werden kann. Gestrichen ist die östliche Verbindungsspange - von der Verlängerung der Dr.-Müller-Straße zur Pressather Straße. Dafür soll es eine "Notausfahrt" am westlichen Ende des Gewerbegebietes in die B 470 geben. Allerdings stehen hier noch in dieser Woche (ebenso wie für die höhenfreie Anbindung Dr.-Müller-Straße/B 470) Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt an. Dabei soll auch über einen "Turbo-Kreisel" diskutiert werden, der wesentlich kostengünstiger wäre. Auf der Erschließungsspange sorgen Kreisverkehre dafür, dass die Fahrzeuge aus den Stichstraßen des Gewerbegebietes schnell einfahren können.

Hochwasser über Kaskaden


In einem aktuellen Gutachten hat die Uni Erlangen die sehr gute Versickerungsfähigkeit des Bodens belegt. Über Geländemodellierung, breite Gräben und Tümpel wird das Oberflächenwasser zurückgehalten und langsam in die Schweinenaab geführt. Alois Lukas sprach von Kaskaden. Der Weidingbach bleibe außen vor. Auch auf den Freiflächen der Betriebe selbst versickere Regenwasser.

Bei der CSU gilt der künftige Grundstückspreis als Kardinalfrage. Mehr als 50 Euro pro Quadratmeter (einschließlich Erschließung) zahle kein siedlungswilliger Betrieb, erläuterte Bürgermeister Lothar Höher, "auch wenn ihnen das Weidener Nummernschild doch etwas wert ist." Höher nannte die 40 Hektar "den ersten Schritt." Pausch setzt "den Deckel" bereits bei 40 Euro. In der Region - allerdings ohne die Standortvorteile Weidens - seien Flächen günstiger zu bekommen.

Keine Träumereien


Der Preis sei zurecht zu stutzen, wenn er die 50 Euro zu überschreiten drohe, forderte Hans Blum. Hans Sperrer wiederum warnte vor "ökologischen Träumereien". "Davon müssen wir uns verabschieden. Die billigeren Anbieter warten vor der Haustür. Altenstadt füllt sich gut."

Die Christsozialen waren sich aber einig, dass Weiden das Gewerbegebiet braucht, um die weitere wirtschaftliche Entwicklung positiv zu gestalten. "Das ist so groß wie West I und III zusammen", sagte Pausch, der Projektleiterin Cornelia Taubmann für die geleistete Arbeit dankte. "Die 40 Hektar müssen wir erst mal verkaufen", zeigte Heiner Vierling Respekt vor der Größe. Auf der Wunschliste stehe der Mittelstand.
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